Hacker erpressen den Pay-TV-Sender HBO

Kriminelle erpressen den Pay-TV-Sender HBO und drohen mit der Veröffentlichung von 1,5 Terabyte Daten. Darunter Filme und Serien, unveröffentlichte Manuskripte und persönliche Daten.

Home Box Office (HBO) bestätigt einen Cyber-Angriff am 31. Juli (wired): Nachdem Internet-Kriminelle vor etwa einer Woche erstmals diverses Filmmaterial und Drehbücher aus dem Hackerangriff der Öffentlichkeit zugespielt hatten, so gelangte jetzt weiteres Material an die Öffentlichkeit.

Neben internen Dokumenten und persönlichen Daten veröffentlichten die Hacker erstmals auch aktuelles Filmmaterial. Darunter ein unveröffentlichter Zusammenschnitt der fünften Folge der aktuellen Staffel “Game of Thrones” – sowie eine Lösegeldforderung!

Insgesamt sollen die Hacker über 1,5 Terabyte Daten-Material gestohlen haben. Das Motiv der Kriminellen wird deutlich in einem an den HBO-Chef Richard Plepler adressierten Video: Hier erpressen die Kriminellen eine hohe Geldsumme. Bei ausbleiben der Zahlung soll weiteres Material an die Öffentlichkeit gebracht werden.

HBO kämpft seit Jahren damit, Handlungen neuer Folgen geheim zu halten und deren illegale Verbreitung zu verhindern. HBO-Sprecher Jeff Cusson sagte den Berichten zufolge, dass der Sender weitere Enthüllungen der Hacker erwartet habe. Bislang sind viele Fragen zur Cyberattacke ungeklärt. Man arbeite mit Behörden und externen Internet-Sicherheitsfirmen zusammen, um den Vorfall zu untersuchen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass HBO das Opfer eines Cyberangriffs wurde. Die ersten vier Episoden von “Game of Thrones” der fünfte Staffel wurden kurz vor der Premiere im Jahr 2015 veröffentlicht. Netflix und ABC wurden Opfer eines Hackers namens “The Dark Overlord”. Dieser veröffentlichte die erste Episode von Staffel 5 von “Netflix’s Orange ist die New Black” im April. Netflix weigerte sich, ein Lösegeld zu bezahlen. ABC wurde auch von Hackern gezielt angegriffen und im Zuge dessen wurden acht Episoden der Steve Harvey Spielshow Funderdome frühzeitig veröffentlicht.

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Bild: HPO