BKA findet 500 Millionen ausgespähte Zugangsdaten – Eigene Identitäten überprüfen

Das Bundeskriminalamt hat in einer Underground-Economy-Plattform im Internet eine Sammlung von ca. 500.000.000 ausgespähten Zugangsdaten gefunden.

Leider ist es immer wieder nur eine Frage der Zeit, bis sich die Presseberichte zu Identitäts-Diebstählen überschlagen. Diesmal kommt es aber anders: Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im Internet einen riesigen Datenfundus von ca. einer halben Milliarde gehackter Daten entdeckt. Laut den Beamten sollen die Daten über einige Jahre zusammen getragen worden sein und aus verschiedenen Hacker-Angriffen der letzten Jahre stammen (Pressemeldung BKA). Die gesammelten Zugangsdaten sollen u.a. aus E-Mail Adresse und zugehörigen Passwörtern bestehen.

Jetzt kommt der “Identity Leak Checker” des Potsdamer Hasso-Plattner Instituts (HPI) ins Spiel

Sind meine Daten auch ausgespäht oder gehackt worden? Alle betroffenen E-Mail-Adressen und Passwörter aus dem neuen BKA-Fund sind vom Hasso-Plattner-Institut in den „Identity Leak Checker“ integriert worden. Mit Hilfe dieser Datenbank kann der Anwender überprüfen, ob seine Zugangsdaten bereits bekannt sind.

Hier geht es zum kostenlosen Test: Identity Leak Checker des HPI-Instituts

Bild: HPI – Identity Leak Checker

Der Identity Leak Checker umfasste bereits vor der Integration der Daten vom BKA über 3.524.918.223 Daten geleakter Nutzerkonten und hat sich bereits mehrfach im Ernstfall bewährt.

Es drohen höhere Gefahren bei mehrfacher Verwendung der Passwörter

Werden dasselbe Passwort in Kombination mit der (E-Mail-) Account-Adresse mehrfach bei Diensten im Internet verwendet (z.B. selbes Passwort bei Facebook, Twitter, Amazon), droht somit das Risiko, auch dort die Kontrolle über das Profil zu verlieren – obwohl es bislang bei den anderen Anbietern zu keinem Datendiebstahl gekommen ist. In solchen Fällen sind leider auch sichere und starke Passwörter nutzlos.

Sind Ihre E-Mail-Adressen und Passwörter bereits der HPI-Datenbank bekannt, sollten Sie jetzt schnell handeln und im ersten Schritt das System auf evtl. Infektionen hin überprüfen (z.B. mit unseren EU-Cleanern) und schlussendlich zeitnah alle Passwörter Ihrer Profile im Internet ändern!