Massive DDoS-Angriffe stören das Internet

In den vergangen Tagen häufen sich massive Meldungen über großflächige Störungen im Internet. Betroffen waren hier nicht nur die Dienstleister DHL und Hermes, auch verschiedene ISPs (Störmeldungen: 1&1, Alditalk), Mobilfunkanbieter und Mail-Hoster sind von den massiven Störungen betroffen.

Wurde bislang um die Ursache bzw. Hintergründe der Störungen gemutmaßt, hat sich mittlerweile herausgestellt, dass ein Teil dieser “Störungen” um einen großflächigen DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) der Hacker-Gruppe namens “XMR SQUAD” handelt.

Kurz nach Veröffentlichung eines Blog-Beitrages “Störung bei DHL” von “wortfilter.de“, meldete sich die Hacker-Gruppe “XMR SQUAD” telefonisch und über E-Mail bei der Redaktion und bekannten sich zu dieser Attacke. Grund für die DDoS-Angriffe: Grundsätzlich soll es sich sich um Geldbeträge handeln, die von den Unternehmen nicht gezahlt wurden.

Ein Vertreter der Hacker-Gruppe bat die Redaktion von “wortfilter.de” folgendes zu veröffentlichen:

„Vielleicht könnten Sie auch erwähnen, dass DHL keine 250€ bezahlen wollte und sie die Kunden so vernachlässigt haben. Kein Problem :=“ (Quelle: Twitter Kommunikation)

Laut den Informationen von wortfilter.de deutet das Telefonat, sowie die E-Mail der Gruppe XMR SQUAD auf eine russische Gruppierung hin.

Rückmeldung der Hacker-Gruppe über E-Mail und Twitter:

Die Gruppe veröffentlicht ihre Aktivitäten unter dem Twitter Account @xmr_squad und auf der Website http://xmr-squad.biz/.

DDoS-Angriffe sind in der heutigen Zeit keine Einzelfälle mehr. Schon vor zehn Jahren wurden Botnets wie Waledac auch für DDoS-Angriffe eingesetzt. Während jedoch Waledac, Conficker und Co. fast ausschließlich Windows-Computer infizierten, steht z.B. das Mirai-Botnetz für einen neuen Typus von Botnetzen – einem gigantischen Botnet aus „Dingen“. Dingen wie zum Beispiel Überwachungskameras, Camcordern, digitalen Festplattenreceivern oder WLAN-Routern – Für Cyber-Kriminelle ein lohnendes Geschäft.

Sorgen Sie jetzt vor, damit Ihr Geräte nicht Teil einer DDoS-Attacke werden

  1. Wichtiger denn je, machen Sie regelmäßig Backups von ihren wichtigen Daten und bewahren Sie diese getrennt vom Rechner auf. Schauen Sie sich dazu das kostenfreie EaseUS Todo Backup an. Oder lesen Sie hier, wie Dateien über Windows gesichert werden können>>
  2. Deaktivieren Sie Macros in Office, laden Sie Dokumente nur aus vertrauenswürdigen Quellen! Gut zu Wissen: Macro-Infektionen sind in alternativen Office-Anwendungen wie Libre-Office nicht funktionsfähig.
  3. Überprüfen Sie Ihren Rechner und das Android-Handy mit unseren kostenfreien EU-Cleanern>>
  4. Schützen Sie Ihren Computer vor einer Infektion, indem sie das System immerup-to-date” halten! Spielen Sie zeitnah Anti-Viren- und Sicherheits-Patches ein.
  5. Ändern Sie die Standardeinstellungen von Windows der die Datei-Erweiterungen ausblendet>>
  6. Seien Sie kritisch beim Öffnen von unbekannten E-Mails. Klicken Sie nicht auf integrierte Links, bzw. öffnen Sie niemals unbekannte Anhänge.
  7. Arbeiten Sie immer noch am Computer mit Admin-Rechten? Ändern Sie die Berechtigungen beim täglichen Arbeiten auf ein Mindestmaß und richten Sie die Benutzerkontensteuerung (UAC) für ausführbare Programme ein.
  8. Verwenden Sie unbedingt eine professionelle Anti-Viren-Software, auch auf einem Mac

Wie Sie das Handy absichern können, lesen Sie hier: Android-Malware – und wie Sie sich schützen können!

Brauchen Sie dazu Hilfe? Das Botfrei-Team bietet ein kostenfreies Forum an. Experten helfen „Schritt für Schritt“ bei der Lösung, Entfernung und nachhaltigen Absicherung des Computers. Damit die Experten auf Sie aufmerksam werden und helfend unterstützen können, sollten Sie sich im Forum anmelden und einen Beitrag erstellen in dem Sie Ihr Problem schildern. Nur dann kann individuell geholfen werden.

Bild: wortfilter.de