Wenn Skype zur Spamschleuder wird

Bereits seit Anfang 2016 berichten viele Skype-Nutzer von dem Mysterium “Baidu“. In der Skype-Community melden sich bis heute Nutzer, die mit diesem Problem zu kämpfen haben:

Skype-Anwender empfangen diverse Nachrichten mit eingebetteten Links, die den Nutzer beim Klicken auf weiterführende Seiten des Baidu- bzw. zum Netzwerk LinkedIn führen. Diese Nachrichten können durchaus von den eigenen Kontakten kommen, wobei nicht verifiziert werden kann, auf welche “unseriösen” Seiten der Anwender weitergeleitet wird.

Bei dem Baidu-Netzwerk handelt es sich um das chinesische Pendant unserer Suchmaschine Google.

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Was ist passiert?
Experten nehmen an, dass auf den Systemen der Skype-Nutzer ein Virus für das Versenden der Nachrichten verantwortlich ist. Oder Angreifer haben ein wenig sicheres Passwort geknackt oder Zugangsdaten aus Datenhacks genutzt, um den Skype-Account zu übernehmen. Über den kompromittierten Skype-Account werden dann die Nachrichten mit den “Links” (siehe Bild) an alle Kontakte und Freunde verschickt.

Sollten Sie “nur” den Link von einem der eigenen Kontakt erhalten haben, brauchen Sie sich wenig Sorgen zu machen. Dennoch sollten Sie niemals den Link anklicken, da über diesen Weg durchaus bösartige Infektionen auf den Computer geladen werden könnten.

Sollte aber Ihr eigenes Skype diese Verlinkungen verschicken bzw. Sie werden von Freunden und Kontakten auf diese Nachricht angesprochen, sollten Sie schnellstmöglich handeln und im ersten Schritt den Computer auf Infektionen hin überprüfen. Das können Sie mit unseren kostenfreien “Second Opinion Scanner” tun. Wenn das System als “sauber” erscheint, dann ändern Sie das Skype-Kennwort und der Spuk sollte vorbei sein.

Wenn ein Virus verantwortlich war, sollten zur Vorsicht auch alle anderen Zugänge zu Profilen, die Sie im Internet haben, geändert werden. Eine aktive Infektion im Hintergrund des Rechners schreibt u.a. alles mit, was Sie am Computer machen. Auch Ihre Zugangsdaten für das Online-Banking, Amazon oder Facebook werden missbraucht bzw. an Dritte weitergereicht.

Maßnahmen mit denen Sie den Computer absichern können!

  1. Wichtiger denn je, machen Sie regelmäßig Backups von Ihren wichtigen Daten und bewahren Sie diese getrennt vom Rechner auf. Schauen Sie sich dazu das kostenfreie EaseUS Todo Backup an. Oder lesen Sie hier, wie Dateien über Windows gesichert werden können>>
  2. Deaktivieren Sie Macros in Office, laden Sie Dokumente nur aus vertrauenswürdigen Quellen! Gut zu Wissen: Macro-Infektionen sind in alternativen Office-Anwendungen wie Libre-Office nicht funktionsfähig.
  3. Überprüfen Sie Ihren Rechner mit unseren kostenfreien EU-Cleanern>>
  4. Schützen Sie Ihren Computer vor einer Infektion, indem Sie das System immer up-to-date” halten! Spielen Sie zeitnah Anti-Viren- und Sicherheits-Patches ein.
  5. Ändern Sie die Standardeinstellungen von Windows der die Datei-Erweiterungen ausblendet>>
  6. Seien Sie kritisch beim Öffnen von unbekannten E-Mails. Klicken Sie nicht auf integrierte Links, bzw. öffnen Sie niemals unbekannte Anhänge.
  7. Arbeiten Sie immer noch am Computer mit Admin-Rechten? Ändern Sie die Berechtigungen beim täglichen Arbeiten auf ein Mindestmaß und richten Sie die Benutzerkontensteuerung (UAC) für ausführbare Programme ein.
  8. Verwenden Sie unbedingt eine professionelle Anti-Viren-Software, auch auf einem Mac.

Brauchen Sie dazu Hilfe? Das Botfrei-Team bietet ein kostenfreies Forum an. Experten helfen „Schritt für Schritt“ bei der Lösung, Entfernung und nachhaltigen Absicherung des Computers. Damit die Experten auf Sie aufmerksam werden und helfend unterstützen können, sollten Sie sich im Forum anmelden und einen Beitrag erstellen, in dem Sie Ihr Problem schildern. Nur dann kann individuell geholfen werden.