EU-Cleaner Auswertung im Oktober

avira_statistik1015Seit nun fünf Jahren versuchen wir vom Botfrei-Team mit unseren kostenfreien EU-Cleanern ein Stück weit die Rechner der Anwender sicherer zu machen.

Jeder Anwender ist mit unserm EU-Cleaner in der Lage, sich neben seiner installierten Antiviren-Lösung, eine zweiten Meinung zu seinem Windows-Rechner einzuholen. Dabei werden durchaus die ein oder andere Infektion erkannt, die dass eigene Antiviren-Programm nicht entdeckt hat.

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Insgesamt wurden 13036 Systeme überprüft

Beim Avira EU-Cleaner gibt es u.a. die Möglichkeit, nach beendeter Überprüfung, auf freiwilliger Basis die Scan-Ergebnisse anonym zu senden. Alleine im Oktober, wurden Logfiles von fast 15.000 überprüften Systemen an uns versendet. Davon waren 37,9% Rechner mit Schadsoftware infiziert.

Insgesamt wurden knapp 50.000 Tausend infizierte Dateien auf den überprüften Systemen gefunden, wovon 79% erfolgreich von dem EU-Cleaner bereinigt und entfernt werden konnten. Infizierte Dateien bzw. Schadcode wurde ausnahmslos auf allen Windows-Betriebsystemen von Windows XP bis Windows 10 und Serversystemen gefunden.

Folgende Infektionen befanden sich unter den Top 5

  1. PUA/Linkury.Gen2 
  2. PUA/WebBar.ME.2 
  3. PUA/WebBar.ME.1 
  4. ADWARE/BrowseFox.aoe

Die Infektion PUA gehört zu der Familie der Adware (Possible Unwanted Apllication) und müssen nicht unbedingt gefährlich sein. Sie kann aber die Privatsphäre des Nutzers und die Sicherheit des lokalen Systems beeinträchtigen. Adware wird z.B. in kostenloser Software oder Zusatz-Programmen eingebettet und überwacht die Surfgewohnheiten des Anwenders, um letztendlich u.a. über Pop-Ups gezielte Werbung auszuspielen. Zudem kann weitere Software geladen werden, die im Browser für zusätzliche Erweiterungen wie Toolbars sorgt.

5. W32/Expiro.cad

Die Expiro Bedrohung gehört schon zu den gefährlichen Bedrohungen. Dabei werden Anwender u.a. auf kompromittierte Webseiten gelockt und über eingebettete Exploit-Kits wird versucht, nicht geschlossene Softwarefehler wie veraltete Java-Applets und PDF-Anwendungen zu kompromittieren und das Betriebssystem mit Schadsoftware zu infizieren. Weiterhin versucht sich diese Infektion zu verbreiten und sucht dazu Schwachstellen im Netzwerk ab. Der EXPIRO versteckt sich tief im System und stiehlt im Hintergrund diverse Informationen des Anwenders und persönliche Daten, wie z.B. Windows-Produkt-ID, Laufwerksvolumen Seriennummer, Windows-Version, FTP-Zugangsdaten und Benutzer-Anmeldeinformationen. Zudem kann diese den Computer sperren und Lösegeld einfordern.

Hinweis: Einige Infektionen benötigen für die Entfernung mehr als nur den Scan mit einem Bereinigungs-Tool. Dabei können Ihnen unsere Experten im Forum weiterhelfen! Melden Sie sich dazu in unserem kostenfreien Forum an und erstellen dazu einen Beitrag. Die Experten helfen Ihnen “Schritt für Schritt” bei der Entfernung der Infektion.

Fazit: Wir von botfrei.de empfehlen grundsätzlich unsere kostenfreien EU-Cleaner zu verwenden, um sich eine zweite Meinung zu einer eventuellen Infektion auf dem Computer einzuholen. Gerade dann, wenn nur ein Verdacht besteht, aber über das installierte Antiviren-Programm keine Meldung kommt!

Beispiel: Versehentliches öffnen von gefälschten Rechnungen bei Anhängen einer E-Mail, oder aber Ihr Internet-Provider bzw. das Kreditinstitut meldet sich bei Ihnen, wegen Verdacht einer Infektion.

Zudem fanden wir erschreckend, dass weiterhin über 5% der infizierten Rechner mit dem veralteten und nicht mehr von Microsoft mit Sicherheits-Updates unterstütztes Betriebssystem Windows XP betrieben werden. Lesen Sie dazu unseren Beitrag: “Windows XP – Time to Change –

Weiterhin sollten Sie bestimmte Punkte beachten, um den Rechner sicher zu machen!

  1. Überprüfen Sie Ihren Rechner mit unseren kostenfreien EU-Cleanern>>
  2. Schützen Sie Ihren Computer vor einer Infektion, indem sie das System immerup-to-date” halten! Spielen Sie zeitnah Anti-Viren- und Sicherheits-Patches ein. Seien Sie kritisch beim Öffnen von unbekannten E-Mails. Klicken Sie nicht auf integrierte Links, bzw. öffnen Sie niemals deren Anhänge.
  3. Arbeiten Sie immer noch am Computer mit Admin-Rechten? Ändern Sie die Berechtigungen beim täglichen Arbeiten auf ein Mindestmaß und richten Sie die Benutzerkontensteuerung (UAC) für ausführbare Programme ein.
  4. Machen Sie regelmäßig Backups von ihren wichtigen Daten und bewahren Sie diese getrennt vom Rechner auf. Im Infektionsfall sollten Sie diese immer griffbereit haben. Lesen Sie dazu unseren Beitrag „Acronis True Image 2014 ermöglicht ein System-Backup in die Cloud„.
  5. Verwenden Sie unbedingt eine professionelle Anti-Viren-Software, auch auf einem Mac!