Online-Poker – Kriminelle setzen Spyware ein

Bildschirmfoto 2015-09-21 um 12.54.54Online-Poker boomt immer mehr – So versuchen viele Anwender in ihrer Freizeit mehr oder minder erfolgreich in virtuellen Pokerräumen ihr Glück herauszufordern. Bis auf’s Blut muß man sich gegen Massen an Mitspielern erst mal durchsetzen, um letztendlich in die lukrativen Gewinnbereiche zu gelangen. Dabei geht es zum Teil nicht um wenig Geld.

Das dieser Bereich von Kriminellen als potenzielle Geldmaschine, bzw. lohnende “Cash Cow” angesehen wird, liegt auf der Hand. So entdeckte die Sicherheitsfirma Eset jetzt eine Spyware, die es speziell auf Online Poker-Spieler abgesehen hat und im wahrsten Sinne des Wortes, dem Spieler in die virtuellen Karten schaut.

Jeder der regelmäßig Online-Poker spielt, wünscht sich wahrscheinlich nichts sehnlicher als irgendeinen weiterbringenden Vorteil. Dementsprechend wird vielfach das Internet nach diversen Hilfs-Programmen und Anwendungen durchstöbert. Und genau das machen sich Kriminelle zum Vorteil und verteilen über soziale Netze, bzw. dubiosen Drittanbieter-Portale diverse vielversprechende Poker- Hilfsprogramme, wie z.B. Tournament Shark , Poker Calculator Pro, Smart Buddy und Poker Office an.

Einmal installiert, schleust sich der Trojaner Win32/Spy.Odlanor auf die Systeme der Anwender und wartet darauf, dass der Anwender in diversen Online-Pokerräumen aktiv wird. Dabei werden u.a. persönliche Zugangsdaten, Spieler-ID und Screenshots im Hintergrund gesammelt und an den Command und Control-Server der Kriminellen gesendet. Mit gesammelten Informationen verbinden sich Kriminelle mit dem Tisch des Spielers und können über direkte Einsicht der Spielkarten, dass Opfer leicht ausspielen und den Gewinn kassieren.

Beispiel eines Schadcodes für die Online-Pokerclients Pokerstars und FullTiltPoker:

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Die Experten von Eset haben bereits im März 2015 das erste Poker-Schadprogramme gefunden. Mittlerweile sind es einige mehr geworden, die u.a. über die Funktion des Datendiebstahls und Manipulation der Pokerclients verfügen.

Experten raten: Laden Sie niemals Software oder Anwendungen von dubiosen Webseiten herunter!

Tipp von Botfrei: Wie kann ich meinen Rechner schützen?

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Installieren Sie unseren kostenfreien Cyber-Impfstoff. Dank der verbauten Funktion “CryptoGuard” erkennt unser Impfstoff auch Aktivitäten von Verschlüsselungstrojanern. Er schlägt immer dann an, wenn Dateien verändert werden sollen und wichtige Meta-Daten, wie z.B. die Eigenschaft ein Word-Dokument zu sein, verlieren. Um Sie vor der Verschlüsselung zu schützen, stoppt unser “Watchdog” den Prozess, der hierfür verantwortlich ist und spielt die zuvor angelegten und im Arbeitsspeicher gehaltenen Sicherheitskopien der Dateien auf Ihre Platte zurück. Anleitung>>

  1. Klicken Sie nur auf Werbung die Sie wirklich kaufen wollen. Wenn Ihnen jemand etwas über eine Werbung anbietet, sollten Sie generell zweimal darüber nachdenken.
  2. Schützen Sie Ihren Computer vor einer Infektion, indem sie das System und darauf installierte Software immerup-to-date” halten! Dabei kann Ihnen der kostenfreie CSIS Heimdal helfen. Spielen Sie zeitnah Anti-Viren- und Sicherheits-Patches ein.
  3. Seien Sie kritisch beim Öffnen von unbekannten E-Mails. Klicken Sie nicht auf integrierte Links, bzw. öffnen Sie niemals deren Anhänge.
  4. Arbeiten Sie immer noch am Computer mit Admin-Rechten? Ändern Sie die Berechtigungen beim täglichen Arbeiten auf ein Mindestmaß und richten Sie die Benutzerkontensteuerung (UAC) für ausführbare Programme ein.
  5. Machen Sie regelmäßig Backups von ihren wichtigen Daten und bewahren Sie diese getrennt vom Rechner auf. Im Infektionsfall sollten Sie diese immer griffbereit haben.
  6. Verwenden Sie unbedingt eine professionelle Anti-Viren-Software, auch auf einem Mac!

Bild: freedigitalphotos.net