Erneute Streaming-Abmahnwelle erreicht Endkunden

Nutzer von Streaming-Diensten sollten jetzt vorsichtig sein. Immer wieder tauchen diverse Plattformen im Internet auf, die mit neuesten Kinofilmen, Serien und weiteren lukrativen Inhalten werben und den Anwender kostenfrei auf Ihre Seiten locken.

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Mit einem professionellen Internetauftritt versucht der Anbieter IsoPlex, ähnlich wie in Vergangenheit Popcorn Time und Cuevana.tv, als legales Streaming-Portal aufzutreten und lockt den Nutzer letztendlich in eine Filesharing-Falle. Anders als bei legalen Streaming-Portalen nutzt IsoPlex das Peer-To-Peer Torrent-Netzwerk, wobei angesehenes Filmmaterial gleichzeitig im Hintergrund anderen Nutzern zur Verfügung gestellt wird. Nicht nur, daß das angesehene Material höchst wahrscheinlich urheberrechtlich geschützt ist, auch ist diese Form des Filesharings in Deutschland verboten.

Laut Gulden Röttger “Wer IsoPlex oder Popcorn Time verwendet, muss ernsthaft mit Abmahnungen rechnen!”

Die Ernüchterung könnte dabei schneller kommen als der Genuss der kostenfreien Top Filme, denn wenn ähnlich wie bei Popcorn Time diverse Abmahnungen im Auftrag der Filmindustrie im Briefkasten liegen, könnten durchaus mehreren hundert Euro Bußgelder fällig werden.

Youtube – Nutzung Popcorn Time – legal / illegal – drohen Abmahnungen? | gulden röttger | Rechtsanwälte

Tipp vom Botfrei-Team: Seien Sie kritisch bei vermeintlichen Streaming-Angeboten im Internet – Es gibt mittlerweile genügend legale Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon u.a. Plattformen, die gegen ein kleines monatliches Endgeld diverse Filme, Serien und Informationen bereitstellen, ohne dass der Nutzer rechtliche Konsequenzen befürchten muss! Lassen Sie die Fingen von unbekannte und dubiosen Anbietern, sei die Verlockung noch so groß. Machen Sie sich bewusst, dass IP-Adressen in Torrent-Netzwerken jederzeit nachverfolgt werden können. Laden Sie auf keinen Fall irgendwelche Apps, Updates u.a. von unbekannten Seiten herunter (z.B. für Flash – oder andere Videoplayer), diese sind zu 99% mit Malware infiziert. Weiter Informationen und Hilfen finden Sie bei der Kanzlei für Medienrecht>>