Krypto-Trojaner – Schäden gehen in die Millarden

Bildschirmfoto 2015-06-26 um 09.10.52Diverse Erpressungs-Trojaner bzw. Ransomware-Bedrohungen sind uns allen keine Unbekannten mehr, einerseits sperren und verschlüsseln sie die Rechner, so dass kein Arbeiten mehr möglich ist, andererseits verlangen die kriminellen Drahtzieher saftige Lösegelder zwischen 200 bis 10.000 US-Dollar für dessen Freigabe – Solange hierzu kein gescheites Kraut gewachsen ist, gehen die Schäden weltweit in die Milliarden und werden auch sicherlich nicht weniger.

Laut dem FBI ist in den USA vor allem der Cryptowall Verschlüsselungs-Trojaner sehr aktiv und wurde im Zeitraum eines Jahres ca. 1000 mal beim Internet Crime Complaint Center registriert. Dabei wurden von den betroffenen Opfern mehr als 18 Millionen Dollar erpresst. Dazu kommen noch die Kosten für die entstandenen Schäden wie IT-Dienstleistungen, Gegenmaßnahmen, Produktivitätsverlust und Rechtskosten. Zwar gelten die veröffentlichten Zahlen nur für die USA, zu bedenken ist aber, dass Cryprowall sich stetig weiter ausbreitet und Ziele in Europa bis hin zum fünften Kontinent in seinen Fokus nimmt.

Die Verbreitungswege der Malware sind vielfältig, so findet die Infektion über Spam-Kampagnen mit manipulierten Links bzw. infizierten Anhängen, illegalen Software-Downloads, bis über von Kriminellen kompromittierten Webseiten, den Weg auf unsere Rechner. Laut Experten ist es essentiell wichtig, einen aktuellen Antivirenschutz zu installieren, sowie das Betriebssystem und installierte Software auf dem aktuellsten Stand zu halten!

Was war noch gleich ein Cryptolocker?

Die Malware CryptoLocker wurde in der Regel über Spam Emails verbreitet, deren Anhang eine ausführbare Datei mit dem CryptoLocker-Downloader enthielt. Wurde der Trojaner ausgeführt, nahm die Malware Kontakt mit seinem Command und Control-Server auf und generierte einen nicht entschlüsselbaren RSA-Key und verschlüsselte mit diesem alle persönlichen Dateien, wie Fotos, Dokumente, Präsentationen und Musik auf dem infizierten Computer. Weiterhin verwehrte ein Sperrbildschirm mit einer Lösegeldforderung von mehreren hundert Euro das weitere Arbeiten an dem Computer. Zur Wiederherstellung der Dateien solle innerhalb von X Stunden das geforderte Geld in Form von Bitcoins an angegebene Adressen angewiesen werden. Eine Entschlüsselung nach Bezahlung wurde nie garantiert!

Kommen Sie der Zahlungsauforderung nicht nach – Es wird dringend empfohlen die verschlüsselten Dateien nicht zu verändern! 

Tipp: Versuchen Sie nicht selber den Cyptowall vom System zu entfernen, die Beseitigung bzw. Entschlüsselung der Dateien ist in der Regel sehr anspruchsvoll, wenn gar zur Zeit unmöglich. Befragen Sie dazu unsere Experten in unserem kostenfreien Forum>>

Lesen Sie weiteren Bericht zu diesem Thema: Schlag gegen Botnetz und erste Hilfe für den Cryptolocker

Sinnvolle Maßnahmen, wie Sie den Rechner schützen können:

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Installieren Sie unseren kostenfreien Cyber-Impfstoff. Dank der verbauten Funktion “CryptoGuard” erkennt unser Impfstoff auch Aktivitäten von Verschlüsselungs-Trojanern. Er schlägt immer dann an, wenn Dateien verändert werden sollen und wichtige Meta-Daten, wie z.B. die Eigenschaft ein Word-Dokument zu sein, verlieren. Um Sie vor der Verschlüsselung zu schützen, stoppt unser “Watchdog” den Prozess der hierfür verantwortlich ist und spielt die zuvor angelegten und im Arbeitsspeicher gehaltene Sicherheitskopien der Dateien auf Ihre Platte zurückgespielt. Anleitung>>

  1. Schützen Sie Ihren Computer vor einer Infektion, indem sie das System immer up-to-date” halten! Spielen Sie zeitnah Anti-Viren- und Sicherheits-Patches ein. Seien Sie kritisch beim Öffnen von unbekannten E-Mails. Klicken Sie nicht auf integrierte Links, bzw. öffnen Sie niemals deren Anhänge.
  2. Arbeiten Sie immer noch am Computer mit Admin-Rechten? Ändern Sie die Berechtigungen beim täglichen Arbeiten auf ein Mindestmaß und richten Sie die Benutzerkontensteuerung (UAC) für ausführbare Programme ein.
  3. Machen Sie regelmäßig Backups von ihren wichtigen Daten und bewahren Sie diese getrennt vom Rechner auf. Im Infektionsfall sollten Sie diese immer griffbereit haben.
  4. Verwenden Sie unbedingt eine professionelle Anti-Viren-Software, auch auf einem Mac!
  5. Ob Ihr Browser aktuell ist, oder Sie schon Teil eines Botnetzes sind erfahren Sie hier: Kostenloser Online-Check>>

Haben Sie eine Internetseite?

Leider wurden in diesem Fall etliche WordPress-Internetseiten von Cyberkriminellen kompromittiert und mit Schadcode bestückt (threattracksecurity). Damit Ihre Internetseite nicht auch zum Opfer von Übergriffen wird, melden Sie sich kostenfrei unter www.initiative-s.de an und lassen Sie Ihren Webauftritt regelmäßig durch uns auf Schadsoftware untersuchen!

Bilder:freedigitalphotos.net

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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