Steam sagt Fake-Accounts den Kampf an

Scam, Spam und sonstige betrügerische Aktionen gibt es auch auf Steam. Als einfache Methode bedienen sich die Angreifer hierbei eigener neu erstellter Steam-Accounts, um an andere Spieler ran zu treten. Über diese Accounts werden dann Phishing-Links an Benutzer versendet, Benutzer auf infizierte Bilder gelockt oder auch gefälschte Empfehlungen oder Bewertungen zu Produkten innerhalb von Steam abgegeben. Diese Fake-Accounts haben eines gemeinsam. Es wird kein Geld über die Accounts ausgegeben. Schließlich will man sich ja mit deren Hilfe bereichern.

Ohne Geld, bist du nicht echt. 

Steam ergreift im Kampf gegen genau diese Fake-Accounts, nun eine sehr einfach Maßnahme. Ohne die Investition von mindestens $ 5 (4,60 Euro) wird der Steam-Zugang nur noch eingeschränkt nutzbar sein. So können mit einem “frischen” Account unter anderem keine Freundschaftsanfragen verschickt oder Abstimmungen für Greenlight-Artikel gemacht werden. Annehmen kann man Freundesanfragen damit also auch noch weiterhin.

Die Einschränkungen treffen böse Buben die Steam derzeit nutzen und können dazu Beitragen die Aktivitäten dieser zu minimieren. Gerade das versenden von Freundschaftsanfragen ist der größte Risikofaktor innerhalb Steams wenn es um die Verbreitung von Scam, Spam oder Phishing geht. Die Ausgaben sollten aber nicht alleiniges Kriterium sein oder bleiben. Auch das Alter eines Accounts oder die Aktivitätszunahme (plötzliches versenden von mehreren Hundert Freundschaftsanfragen) sollten hier eine Rolle spielen. Gerade im Bereich von Spam könnten wir uns durchaus auch vorstellen, dass man für einen Account mit dem man Tausende Benutzer infiziert auch mal 5 Dollar investieren kann.

Trifft es die Falschen?

Quelle: openclipart.org

Quelle: openclipart.org

Natürlich werden auch Accounts getroffen die Steam ohne Geld auszugeben ganz normal nutzen. So bekommen selbst Käufer der Valve eigenen Produkte, wie zum Beispiel der Orange-Box, diesen Kauf nicht angerechnet weil das Geld nicht über Steam ausgeben wurde.

Auch reine Free-2-Play Spieler die es ja durchaus auf der Plattform gibt werden hiermit getroffen. Dota 2 ist dafür das Paradebeispiel. Es ist das meist genutzte Spiel auf Steam. Das spiel setzt komplett auf ein Free-2-Play-Model. Es gibt zwar einen Shop in dem man Ingame-Artikel kaufen kann, Spielvorteile erhält man dadurch aber nicht. Man muss also auch nichts kaufen, wenn man in dem Spiel erfolgreich sein will.

Also ja, hier werden sicher auch teilweise die falschen Benutzer getroffen.

Wie komme ich wieder an die Funktionen ran?

Um die genommenen Funktionen wieder nutzen zu können müssen die oben genannten 5 Dollar innerhalb Steam ausgegeben werden. Dazu reicht es auch bereits das Geld auf den Steam-Account zu laden und natürlich alle Käufe wie Spiele oder Geschenke auf Steam die den Betrag von 5 Dollar überschreiten. Wer aber denkt, man kann ja Geld auf das Steam-Konto laden, den Einzug aber von der Bank zurück holen lassen täuscht sich. Zurück geholtes Geld wird dem Steam-Account auch wieder negativ angerechnet.