Microsoft zieht Browserauswahl zurück

Hat Microsoft gezwungenermaßen 2009 die Browserauswahl in seinem Windows-Betriebssystem hinnehmen müssen, so ist nun nach 5 Jahren die entsprechende Kartellauflage der EU-Kommission ausgelaufen.

Fast hätte man es gar nicht mitbekommen, wo dem Windows-Nutzer bislang noch die Übersicht und Installationsmöglichkeit von alternativen Browsern angeboten wurde, hat Microsoft nun kurzerhand Schluss gemacht und das Fenster zur Auswahl an alternativen Browsern wieder abgeschafft.

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Ehemaliges Browserauswahlfenster mit alternativen Browsern

Wenn man nun die Webseite der Browserwahl von Microsoft besucht, wird folgender Hinweis angezeigt:

“Diese Website wurde von Microsoft gemäß einer Entscheidung der EU-Kommission im Dezember 2009 erstellt. Die durch diese Entscheidung auferlegten Verpflichtungen sind nicht mehr gültig. Daher unterhält Microsoft diese Website nicht mehr.”

Das Microsoft mit der festen Verknüpfung des Internet Explorers mit dem Windows Betriebssystem eine kleine Monopolstellung bildete, war der Konkurrenz auf dem Browsermarkt grundsätzlich schon immer ein Dorn im Auge. So hatte sich der norwegische Konkurrent Opera in Brüssel beschwert und so wurde 2009 ein Missbrauchsverfahren wegen der Bündelung des Webbrowsers Internet Explorer mit dem PC-Betriebssystem Windows eröffnet. Leider hat es dem norwegischen Kläger von Opera nicht wie erwartet viel eingebracht. Weit abgeschlagen am Markt bestreitet dieser mit seinem Opera Browser den Markt mit 2,5 Prozent.

Das die EU-Kommission entsprechende Auflagen streng überwacht, bekam der Software-Riese im Jahr 2007 zu spüren und mußte ein paar Euro (732 Mio. Dollar) Strafe zahlen, als bei einer Windows7 Aktualisierung das Auswahlfenster durch einen Fehler “vergessen” wurde.

Unumstößlich ist, dass der Internet Explorer weltweit laut Netmarketshare mit einem Marktanteil von 59 Prozent die Spitze der Web-Browser bildet, gefolgt von Google Chrome mit ca. 21 Prozent und dem Mozilla Firefox mit rund 13 Prozent.

Fazit: Mit dem Wegfall der Browserauswahl wurde dem neuen Anwender eine Möglichkeit genommen über den Internet Explorer hinaus, auch andere Browser überhaupt mal kennen zu lernen. Auch wenn die gewünschte Monopolstellung des Internet Explorer nicht verzerrt werden konnte, sollte sich jeder Nutzer vor allem wenn es um die Sicherheit geht, die alternativen Browser anschauen.

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