iOS-Trojaner mit Ziel auf chinesische Demonstranten

Zehntausende junger Studenten stehen zur Zeit auf Chinas Straßen und demonstrieren für mehr Demokratie in ihrem Land. Hunderte Polizisten versuchen massivst mit Stockschlägen, Tränengas und Pfefferspray die Proteste der Studenten zu zerschlagen und die Studenten von Regierungsgebäuden fernzuhalten. Zudem hat jetzt ein US-Sicherheitsunternehmen Lacoon Mobile Security herausgefunden, dass gezielt zu diesen Ausschreitungen, Apple-Geräte von Teilnehmern und Aktivisten mit einem Trojaner infiziert und ausgespäht wurden.

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Proteste in China für mehr Rechte

Über eine spezielle App, die ein verbessertes Händling und Koordination der Proteste verspricht, wird die als “Xsser mRAT” genannte Malware über Whatsapp angeboten und auf die iPhone-Geräte installiert. Die Malware mRAT ist in China keine unbekannte Infektion und ist dort schon auf vielen Android-Geräten verbreitet.

Glücklich können sich die iPhone-Besitzer schätzen, die Ihre Geräte im original Zustand belassen haben, denn diese moderne Cross-Plattform Malware soll nur iPhones infizieren, dessen Betriebssystem über ein Jailbreak Hack ausgehebelt wurde. Wurde die vermeintliche App installiert, nistet sich der Remote-Access-Trojaner tief in die Strukturen der Geräte ein und ermöglicht dem Angreifer das Gerät komplett zu übernehmen und z.B. Informationen des Benutzers wie Benutzernamen und Passwörter, Adressbücher, Messenger, Standortdaten und alle Daten mit Informationsgehalt auszulesen.

Experten zufolge, gilt es als sehr aufwendig Cross-Platfform fähige Malware zu entwickeln. Aufgrund der länderspezifischen Sprache und der gezielten Angriff auf Geräte der chinesischen Demonstranten, vermuten Experten entweder eine größere Organisation oder sogar die chinesische Regierung hinter diesem Angriff. Weiterhin gehen die Experten davon aus, das die Flexibilität dieser modernen mobile Malware (mRAT) gezeigt hat, dass jederzeit mit weiteren Angriffen mit dieser Malware über Chinas Grenzen hinaus zu rechnen ist und unabhängig welche Betriebssysteme genutzt werden.

Wie Sie sich grundsätzlich vor mobiler Malware schützen können, lesen in einem weiteren Beitrag>>