DDoS-Attacken legen Gaming-Server lahm

Am vergangenem Wochenende starteten Cyberkriminelle mehrere DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) unter anderem auf Sonys PlayStation Network, Microsofts LIVE, Blizzards Battle.net u.a. Servern mit Gaming-Angeboten, mit dem Ziel die Erreichbarkeit und Absturz der Server zu bewirken, laut Sony wurde nicht in die Infrastruktur eingedrungen bzw. sensiblen Daten Daten gestohlen.

Nachdem die meisten betroffenen Gaming-Server in diesen Tagen wieder erreichbar sind, wurde zudem die US-Fluglinie American Airlines mit einer Bombendrohung von den Cyberkriminellen bedroht.

Was sind DDOS-Attacken:
Unter DDoS (Distributed Denial of Service = Verweigerung des Dienstes) versteht man einen Angriff auf einen Computer mit dem Ziel, die Verfügbarkeit außer Kraft zu setzen. Ein DDoS-Server wartet auf Anweisungen, Ziele anzugreifen, also kontinuierlich Daten an ein Ziel zu senden, bis dieser aufgrund Überlastung seinen Dienst aufgibt.

Hinter diesen Attacken steckt eine Gruppe mit dem Namen LizardSquad (Twitter-Accounts@LizardSquad) welche für diese Art Attacken bekannt sind. Leider beließen die Cyberkriminellen es nicht nur bei den DDOS-Attacken, sondern sorgten mit einer Bombendrohung übermittelt über Twitter an die US-Fluglinie American Airlines für weiteres Chaos und Verwirrung.

Bildschirmfoto 2014-08-26 um 11.38.02Ziel des Anschlages galt speziell dem Flug mit der Nummer 362, an dessen Bord der Präsident von Sony Online Entertainment John Smedley befand. Die Fluggesellschaft nahm diese Drohung natürlich sehr ernst und leitete die Maschine sicher an einen nah gelegenen Flughafen um.

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orig. Kommentar von John Smedley via Twitter

Ja. Mein Flugzeug wurde umgeleitet. Ich werde da nicht mehr zu sagen. Die Justiz wird diese Kerle finden, so Smedley.

Für weitere Ermittlungen wurde das FBI eingeschaltet – Unterdessen macht die Kriminelle-Gruppe Lizard Squad klar: “Ihr könnt mich nicht einsperren, ich bin Gott.” und tauchte erst mal unter.