TrustedDisk – Verschlüsselung im Auftrag des BSI

Wie schon in einem unserer Berichte über TrueCrypt beschrieben, wurde aus bis heute nicht ganz geklärten Umständen, das Projekt um das Open-Source-Verschlüsselungs-Tool “TrueCrypt” eingestellt. Nach wie vor warten wir auf einen ebenbürtigen Nachfolger. Dieser Nachfolger könnte sogar bald aus Deutschland kommen, denn das deutsche IT-Sicherheitsunternehmen Sirrix bietet seit einiger Zeit mit TrustedDisk eine kommerzielle Festplattenverschlüsselung an.

Bildschirmfoto 2014-06-18 um 11.28.57Schon vor Jahren beauftragte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das IT-Sicherheitsunternehmen Sirrix und die Firma Escrypt den Quellcode und Programmstrukturen von TrueCrypt zu untersucht. Aus daraus gewonnenen Erkenntnissen wurden Fehler beseitigt, Programmcode neu geschrieben und durch Einbringung von Erweiterung ein neues Verschlüsselungstool mit dem Namen TrustedDisk entwickelt. Über den Standard-Funktionsumfang hinaus, wurde unter anderem der Bootloader, die Zufallszahlenerzeugung sowie der Schutz des Schlüsselmaterials verbessert.

Sirrex möchte als Nachfolger des beliebten Open-Source-Produkt TrueCrypt bestehen – Zertifiziert durch das BSI – “Made in Germany

Weil Lizenzfragen von TrueCrypt nie als Open-Source-Lizenz vom Open Source Institute OSI anerkannt wurde, bietet Sirrix bislang das Verschlüsselungstool Trusteddisk Enterprise mit erweiterten Funktionen nur für unternehmerische Zwecke an. Wenn aber alle Lizenzansprüche geklärt sind, möchte Sirrex eine Open-Source-Lizenz und somit eine für den privaten Gebrauch kostenfreie Version von TrustedDisk anbieten. Auch eine Version für Linux ist bereits in Arbeit.