Datenschutz wird beim Onlineeinkauf kleingeschrieben

Mittlerweile kann sich niemand mehr dem Online-Einkauf-Boom entziehen, es gibt nichts Schöneres als nach Ladenschluß bequem vom Sofa aus seine Einkäufe zu erledigen und die bargeldlose Zahlung übers Onlinebanking ist zum Kinderspiel geworden. Einmal das gesuchte Produkt zu einem “günstigen” Preis gefunden, werden über verschiedene Seiten wieder mal meine persönlichen Daten sowie evtl. Bankdaten abgefragt und übermittelt.

Was ich mich immer wieder dabei frage, wie sicher sind meine persönlichen Daten bei diversen Onlineshops? Jeden Tag hören und lesen wir in den Schlagzeilen, dass große bekannte Online-Händer Opfer von Cyberkriminellen geworden sind und in diesem Zug tausende sensible Daten der Kunden gestohlen geworden sind.

Erst vor kurzem gab Ebay einer Hacker-Attacke bekannt, bei der tausende von sensiblen Kundendaten entwendet werden konnten. Dazu rief Ebay öffentlich zu einem Passwortwechsel auf.

Obwohl wir ja “hoffentlich” davon ausgehen, dass die Online-Shops alles dafür tun, um ihre Shops und vor allem meine Daten vor Cyberkriminellen zu schützen, fällt das Thema “Datenschutz” laut einer Studie der Universität Regensburg vielen Onlinehändlern recht schwer.

Um dem Kunden eine Art Sicherheit auf den Onlineshops zu signalisieren, setzen die Onlinebetreiber auf Gütesiegel, ca. 50% der Onlineshops sind mit Datenschutzzertifikaten ausgestattet. Doch mehr Schein als sein, so sagen die schönen Gütesiegel nicht allzu viel aus. Laut der Studie der Universität Regensburg schützen Online-Händler die Daten ihrer Kunden dennoch nicht ausreichend ab. Weiterhin werden die Unterweisungen im Thema Datenschutz und Informationssicherheit bei den Mitarbeitern nur halbherzig umgesetzt. Die Statistik der Universität sagt aus, dass bereits  18,8 Prozent der Onlinehändler erpresst wurden. Von 19 Prozent wurden sensible Daten gestohlen und von 19,7 Prozent der Online-Händler wurden die (Datenbanken der) Onlineshops gehackt. Das Forschungsinstitut geht davon aus, dass viele Online-Betrugsfälle gar nicht registriert sind, da offensichtlich viele Online-Händler nicht bemerkt haben, dass Sie Opfer eines Cyberangriffes geworden sind.

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Mehr Schein als Sein? Verschiedene Onlinegütesiegel mit denen sich Onlineshops ausstatten.

Diese Punkte sollten Sie beim Einkauf bei kleinen unbekannteren Onlineshops beachten:

  • Gibt der Anbieter seinen Name und die korrekte vollständige Postadresse preis?
  • Erhält der Kunde zur schnellen Kontaktaufnahme entsprechende Kontaktdaten, wie Telefonnummer oder E-Mail-Adresse?
  • Legt er seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und Registernummer offen?
  • Hat der Kunde Einsicht in die AGBs?
  • Gibt es Informationen zum Datenschutz?
  • Gibt es Angaben zum Widerrufs-/Rücksenderecht?
  • Erhält der Kunde Eine Auftragsbestätigung per E-Mail nach Absendung der Bestellung?
  • In der Auftragsbestätigung sollten Bankdaten immer durch ein “X” ersetzt werden!

Bild:http://www.freedigitalphotos.net/ 

1 thought on “Datenschutz wird beim Onlineeinkauf kleingeschrieben”

  1. hallo zusammen,

    Toller Beitrag!

    Beim Onlinekauf sollte man immer auf die Gütesiegel immer, weil sie dir oft versprechen, dass deine daten geschützt sind. Diese Vorraussetzung ist sogar notwenig, um überhaupt an ein Siegel ranzukommen.

    Mit freundlichen grüßen
    Stephan von akara-trust.net

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