Erneut rollt eine Spam-Welle auf uns zu

Schauen wir in unseren E-Mail Posteingang, so ist dieser wieder vermehrt mit Spam-E-Mails gefüllt. Aber woran liegt das? Leider trifft es immer wieder die großen Provider. Diesmal hat es AOL erwischt und wurde scheinbar Opfer einer Kompromittierung. Hierbei wurden E-Mail-Daten, Adressbücher und persönliche Informationen entwendet und es werden zum Nachteil der AOL-Kunden in Ihrem Namen tausende Spam-Emails versendet.

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Die versendeten Nachrichten enthalten Links, die auf Werbe- bzw. mit Schadcode kompromittierte Internetseiten weiterleiten. Noch ist aber nicht ganz klar, ob die Kriminellen die gestohlenen Informationen einsetzen und über die AOL Mail-Konten der Nutzer die Spams verbreiten, häufig verwenden Cyberkriminelle dazu eigene Botnetze.

Dennoch ist es wohl schon vorgekommen, dass AOL-Nutzer aus Ihren Postfächern ausgeschlossen wurden und über deren Account Spam-Mails an eigenen Kontakte und anderen User gesendet wurden.

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Da es ja nie ausgeschlossen ist, dass der Rechner der AOL-Nutzer mit Malware infiziert war, erledigten Anwender ihre Dinge für eine gewisse Zeit per Smartphone. Doch das Ergebnis blieb gleich, was darauf schließen lässt, dass die Rechner der User nicht kompromittiert wurden.

Genervte AOL-Nutzer wendeten sich direkt an AOL, wurden aber mit einem Standard Support-Link vom Unternehmen abgespeist, am Dienstag gab AOL eine offizielle Stellungnahme ab und die Einstellungen der Server wurden dorthin geändert, das widerrechtliches Vorgehen über die AOL-Adressen unterbunden wurde.

Tipp von botfrei.de:
Bei Erhalt dieser Spam-Meldung, löschen Sie diese direkt. Möglichst nicht den eingebetteten Links folgen und schon garnicht persönliche Daten mitteilen.

Überprüfen Sie Ihren Rechner auf eine mögliche Infizierung!

  1. Überprüfen Sie alle Geräte ihres Netzwerkes mit Ihrer Antivirenlösung im vollständigen Suchlauf. Zusätzlich sollten Sie den Rechner mit einem “passiven” zweite Meinung Scanner wie z.B. dem kostenfreien Malwarebytes Antimalware oder EU-Cleaner überprüfen.
  2. Ändern Sie sofort von einem sicheren und virenfreien Rechner alle Ihre Zugangsdaten, nicht nur das des Mailkontos sondern auch z.B. Facebook, Amazon, Online-Banking etc. Wenn Sie keinen anderen “sauberen” Rechner haben können Sie das auch mit einem Linux -Livesystem oder mit der aktuellen Antibot CD 3.5 über die integrierte Desktopumgebung sicher tätigen.
  3. Wenn Sie nicht damit zurecht kommen, melden Sie sich bitte in unserem kostenfreien Forum und erstellen einen Beitrag. Die Experten dort helfen “Schritt für Schritt” bei dem Problem.