Große Provider sperren Postfächer nach Datendiebstahl

Heute schaue ich in mein Web.de-Mailkonto und finde zu meinem Erstaunen eine E-Mail vom Kundenmanagement von Web.de in meinem Posteingang. Auf mein Mailkonto wurde eine Sicherheitssperre gesetzt. Das bedeutet nun für mich als User, dass ich mich zwar einloggen aber keine Mails mehr verschicken kann. So oder ähnlich könnte es bei Ihnen in den nächsten Tagen auch aussehen.


Kundenmanagement von web.de:

Zu Ihrem persönlichen Schutz haben wir vorsorglich Ihr Postfach gesperrt. Beim nächsten Login werden wir Sie auffordern, Ihr Passwort zu ändern. Der Empfang von E-Mails ist weiterhin gewährleistet.

Komplette Benachrichtigung von Web.de:

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Was ist passiert?

In den letzen Tagen wurde in den Medien und hier auf dem Blog immer wieder von dem großen Datenmissbrauch berichtet. Evtl. sind Sie Opfer des großen Identitätsdiebstahl geworden und der Provider hat aus Sicherheitsgründen das Mailkonto gesperrt. Spätestens jetzt sollten Sie handeln und Ihre E-Mail-Adresse mit dem Datenbestand des BSI abgleichen. Leider ist es nicht ausgeschlossen, dass Online-Kriminelle an Ihre Identität mithilfe von Schadsoftware gelangt sind!

Wenn Sie ihre Identitäten noch nicht überprüft haben, nutzen Sie jetzt das Angebot des BSI unter: https://www.sicherheitstest.bsi.de/

Achtung:
Notieren Sie sich den vierstelligen Code, den Sie bei der Überprüfung der E-Mailadresse angezeigt bekommen. Damit Sie evtl. Trittbrettfahrer oder Spam-Mails in ihrem Postfach von dieser Aktion unterscheiden können, verwendet das BSI diesen vierstelligen Code in der Betreffzeile der Antwort E-Mail.

Nachfolgende Schritte sollten Sie weiterhin unternehmen:

  1. Bewahren Sie erst einmal Ruhe!
  2. Überprüfen Sie alle Geräte ihres Netzwerkes mit ihrer Antivirenlösung im vollständigen Suchlauf. Zusätzlich sollten Sie den Rechner mit einem passiven “zweite-Meinung-Scanner”, wie z.B. den kostenfreien EU-Cleanern überprüfen.
  3. Ändern Sie sofort von einem sicheren und virenfreien Rechner alle Ihre Zugangsdaten, nicht nur das des Mailkontos, sondern auch z.B. Facebook, Amazon, Online-Banking etc. Wenn Sie keinen anderen “sauberen” Rechner haben, können Sie das auch mit einem Linux -Livesystem oder mit der aktuellen Antibot CD 3.5 über die integrierte Desktopumgebung sicher tätigen.
  4. Anleitung der Provider zur Änderung der Zugangsdaten der E-Mail Konten: Web.de, GMX, Telekom
  5. Wenn Sie nicht damit zurecht kommen, melden Sie sich bitte in unserem kostenfreien Forum und erstellen einen Beitrag. Die Experten helfen “Schritt für Schritt” bei dem Problem.

Bericht: Wieder Millionen Datensätze in den Händen von Cyberkriminellen

Tipp von botfrei.de:
Überprüfen Sie, ob Ihre Zugangsdaten betroffen sind, auch wenn Sie nicht betroffen sind, sollten Sie Ihre Passwörter regelmäßig ändern. Zum Erstellen und Verwalten von Passwörtern könnte Ihnen das kostenfreie Tool Keepass behilflich sein. 

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