Wieder Millionen Datensätze in den Händen von Cyberkriminellen

Die Staatsanwaltschaft Verden hat zum zweiten Mal in diesem Jahr einen Datensatz mit 18 Millionen E-Mail-Adressen und den dazugehörigen Passwörtern zugespielt bekommen. Betroffen sind ausländischen Firmen und große E-Mail-Provider. Unter diesen Informationen sollen auch 3 Millionen Daten aus Deutschland sein. Die Experten gehen mittlerweile davon aus, dass ein Großteil der gestohlenen Zugangsdaten für akute Angriffe missbraucht werden!

Es scheint sich hier um den bisher größten Fall von Datendiebstahl in Deutschland zu handeln. Es sind sogar jetzt mehr Konten betroffen, als bei dem Vorfall von Januar.

Aktuell vom BSI:

Das BSI teilte mit, derzeit in Zusammenarbeit mit Behörden und Providern an einer Lösung zu arbeiten, wie betroffene Internetnutzer informiert werden könnten. Um zu vermeiden, Opfer eines Identitätsdiebstahls zu werden, sollten Internetnutzer die grundlegenden Sicherheitsregeln beachten, die das BSI auf seiner Webseite “BSI für Bürger” zusammengestellt hat.
Pressemeldung des BSI>>

Identitätsdiebstahl ist eine große Gefährdung im World-Wide-Web. Kriminelle klauen Login-Daten von Nutzern, um auf deren Namen Einkäufe im Internet zu tätigen und auch um Straftaten zu begehen.Bildschirmfoto 2014-04-04 um 10.38.25
Tipp von botfrei.de:
Nutzen Sie das Angebot des BSI unter: https://www.sicherheitstest.bsi.de/ und überprüfen Sie, ob Ihre Zugangsdaten betroffen sind. Auch wenn Sie nicht betroffen sind, sollten Sie Ihre Passwörter regelmäßig ändern. Zum Erstellen und Verwalten von Passwörtern könnte Ihnen das kostenfreie Tool Keepass behilflich sein.Bildschirmfoto 2014-04-04 um 10.38.25
Wenn Sie betroffen sind, gehen Sie am besten so vor:
  1. Überprüfen Sie alle Geräte ihres Netzwerkes mit ihrer Antivirenlösung im vollständigen Suchlauf. Zusätzlich sollten Sie den Rechner mit einem “passiven” zweite Meinung Scanner wie z.B. dem kostenfreien Malwarebytes Antimalware oder EU-Cleaner überprüfen.
  2. Ändern Sie sofort von einem sicheren und virenfreien Rechner alle Ihre Zugangsdaten, nicht nur das des Mailkontos sondern auch z.B. Facebook, Amazon, Online-Banking etc. Wenn Sie keinen anderen “sauberen” Rechner haben können Sie das auch mit einem Linux -Livesystem oder mit der aktuellen Antibot CD 3.5 über die integierte Desktopumgebung sicher tätigen.
  3. Wen Sie nicht damit zurecht kommen, melden Sie sich bitte in unserem kostenfreien Forum und erstellen einen Beitrag. Die Experten dort helfen “Schritt für Schritt” bei dem Problem.

6 thoughts on “Wieder Millionen Datensätze in den Händen von Cyberkriminellen”

  1. IT-Sicherheit muss immer größer geschrieben werden. Nicht nur im privaten Bereich, sondern auch bei den Unternehmen. Denn wie wir sehen können kann die Schwachstelle auch dort sein, wo man selbst nichts machen kann. Dies haben die Unternehmen jetzt verstanden und investieren ordentliche Summen in die Sicherheit.
    IT-Sicherheit wird immer wichtiger. Für mehr als ein Drittel der Befragten sind Cyber-Risiken die Top-Priorität, ein Viertel sieht Data Leakage und Data Loss Prevention an erster Stelle. [Quelle: http://www.finance-magazin.de/risiko-it/it/cybercrime-hacker-sind-immer-noch-einen-schritt-voraus/ ]
    Anders darf es gar nicht sein. Die Kriminalität im Internet ist heute schon so professionell, dass die IT-Abteilung im Unternehmen diesem Thema als Nebentätigkeit nicht mehr nachkommt.

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