Software aus unbekannten Quellen

Jedes Jahr entstehen der Softwareindustrie durch Raubkopien Schäden von einigen Milliarden Euro. Mit ein wenig Spürsinn stößt man bei einer Suche im Internet recht schnell auf potenzielle Ergebnisse und diese führen nicht nur auf offizielle Herstellerseiten, bzw. legale Downloadportale. Auf verschiedenen Plattformen und einschlägigen Foren, wird man auch recht schnell fündig. Die von mir gesuchten kostenpflichtigen Programme werden, man höre und staune, zum Nulltarif angeboten. Aber ist das denn wirklich seriös?

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Abb.1

NEIN! Cyberkriminelle suchen immer wieder Wege an Daten von Benutzern heran zu kommen. Umso leichter ist es für den Angreifer, bekannte kostenpflichtige Programme zum kostenlosen Download auf diversen Portalen anzubieten. Diese Programme und Anwendungen sind sehr verlockend und haben in der Regel alle erdenklichen “Features” inbegriffen (Abb.1). Den meisten Anwendern ist es letztlich egal, aus welcher Quelle die Software stammt, hauptsache kostenlos!
Dennoch spielen Sie “russisches Roulette” mit Ihrem System, bei der Auswahl solcher “Angebote”. Mit nur einem Klick haben Sie das Problem schon auf dem Rechner und werden mit der installierten Software nicht mehr glücklich.

Das heruntergeladene Software-Paket, enthält meist nicht nur das angegebene Programm, sondern ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit bösartiger Malware versetzt. Die Installation der Software verläuft in der Regel normal, aber was Sie nicht bemerken, ist die Installation von Viren, Trojaner o. Ä. im Hintergrund.

Ist das System erst ein mal kompromittiert, können Sie dem System nicht mehr vertrauen!

Das heißt für Sie: Daten und Programme können manipuliert und Informationen, die auf dem System gespeichert oder verarbeitet worden sind, möglicherweise an Dritte weitergegeben worden sein. Es ist auch durchaus möglich, dass der Ersteller der Schadsoftware Hintertüren auf dem System geöffnet hat, die es ihm ermöglichen, den Computer komplett zu übernehmen und zu manipulieren.

Wie einfach es ist mit einem Virenbaukasten (Abb.2) solche kompromittieren Software-Bündel zu erstellen, haben Microsoft-Forscher an einem Beispiel mit einem Passwort-Trojaner und einem Warcraft Kampfarena Mod gezeigt.

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Abb.2

Tipp: Die Nutzung von gestohlener Software ist strafbar und birgt die Gefahr das System mit Malware zu infizieren! Laden Sie Software nur von seriösen und offiziellen Seiten herunter. Es gibt oftmals genügend Alternativen in Form von kostenfreien Open-Source-Projekten, die den bekannten kostenpflichtigen Programmen sehr nahe kommen.

Wie Sie sich vor Malware auf dem Computer schützen können: