Gefahren in fremden Hotspots

Für viele User ist das Internet eine nicht mehr wegzudenkende Selbstverständlichkeit, gerade wenn man unterwegs ist, wird schnell das internetfähige Gerät ob Laptop, Tablet oder Smartphone hervorgeholt, um mal eben E-Mails zu checken oder in sozialen Netzwerken Informationen auszutauschen. Praktischerweise, werden dabei gerne kostenfreie öffentliche WLANs bzw. kommerzielle Hotspots benutzt.

Viele User gehen davon aus, dass kommerzielle Hotspots die Gebühren verlangen, mehr Sicherheit bieten als kostenlose WLANs, aber leider weit gefehlt.

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Heute braucht man kein Profihacker zu sein, um seinen Nachbarn im gleichen WLAN beim E-Mail lesen bzw. beim Surfen zu belauschen. Derartige Programme sind mittlerweile sowohl für PC als auch als App für Smartphones  im Internet frei erhältlich. Ohne spezielle Kenntnisse ist es Cyberkriminellen und Skript-Kiddies möglich, mit diesen Programmen, persönliche Zugangsdaten wie z.B. zu sozialen Netzen oder E-Mailkonto zu stehlen und über Ihren Account allen erdenklichen Unfug zu treiben.

Eine weitere gängige Masche von Cyberkrimminellen ist es, Pop-Ups für angebliche Sicherheitsupdates auf den Geräten erscheinen zu lassen, die dem User verbesserten Schutz gegen Viren und Trojaner aller Art versprechen. Anstatt versprochenem Schutz werden aber Viren und Trojaner auf dem System installiert, die dem Cyberkriminellen Tür und Tor öffnen sollen.

Eine gerne von Hackern benutzte und oft an belebten öffentlichen Bereichen praktizierte Methode ist es, einen eigenen offenen Hotspot zu Verfügung zu stellen, was heutzutage ohne großen Aufwand möglich ist. Auf Gäste braucht der Hacker nicht lange zu warten, mit gängigen Namen wie “Telekom” oder “Freies Netz” ist der Köder ausgelegt und die Opfer tappen bereitwillig in die Falle.
Schützen kann sich der User davor kaum, leider gibt es keine Anzeige oder Information darüber, dass der User mit dem richtigen WLAN seines Providers verbunden ist.
Hat der unwissende User sich einmal mit dem Hotspot “Freies Netz” verbunden, wird der Zugang des WLANs  in seinen Netzwerkeinstellungen gespeichert und beim nächsten Mal automatisch wieder benutzt. Der User bemerkt nicht, dass er nicht über den Provider verbunden ist, sondern über den bereitgestellten Hotspot des Hackers. Der Hotspot sammelt alle Informationen der mit ihm verbundenen User und bereitet diese zur weiteren Verwendung des Hackers auf.

Über öffentliche Hotspots surfen ist nicht zwangsläufig unsicher, die Express oder Bild lesen ist weiterhin ohne Probleme möglich. Sobald aber persönliche Zugangsdaten oder E-Mails ins Spiel kommen, sollte man einige Dinge beachten.

Empfohlene Maßnahmen:

  • Achten Sie darauf mit welchem WLAN Sie verbunden sind.
  • Funkverbindungen wie WLAN oder Bluetooth sollten Sie nur bei Bedarf aktivieren.
  • Wenn Sie nicht genau wissen, dass der Datenverkehr sicher verschlüsselt wird, sollten sie keine vertraulichen Daten per WLAN übermitteln.
  • Aktivieren Sie Ihre Firewall ist z.B. ab Vista die Firewalleinstellung für “öffentliche Netzwerke“.
  • Installieren Sie nur Programme und Updates, die ausreichende Sicherheitszertifikate vorweisen bzw. installieren Sie nur Software in der sicheren Heim -Netzwerkumgebungen.
  • Installieren Sie das Programm Hotspot Shield, der gesamte Datenverkehr wird hierbei über einen sicheren Proxy umgeleitet, sodass sich die Verbindung praktisch nicht abhören lässt. Für Android gibt es z.B. die kostenlose  App “Vpn One Click
  • Halten Sie Ihr Antiviren-Programm immer aktuell
  • Wie Sie Ihren Browser vor Manipulation schützen können, lesen Sie in diesem Bericht zum HitmanPro.Alert.

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