So schützen Sie sich vor dem Kinderporno-Trojaner (GVU)

Der Erpressungstrojaner “GVU” ist in einer neuen Version erschienen und kommt, wie auch seine vielzähligen Vorgänger, im offiziellen Gewand des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) daher.

BKA Trojaner klein

Diese “Ransomware” täuscht den PC Nutzer mit der Warnmeldung “Ihr Internet Service Provider blockiert” und weiter mit dem Hinweis “Die Funktion Ihres Computers wurden aus Gründen unbefugter Netzaktivitäten ausgesetzt”. Die Freischaltung des Rechners sei nur über Online-Überweisung möglich. In dem vermeintlichen Warnfenster des Trojaners wird ein Bild mit kinderpornografischen Inhalt eingeblendet.

Um Sie bestmöglich vor einem Befall zu schützen haben wir Ihnen im nachfolgenden einige Tipps zusammengestellt, die Ihren PC vor einem Befall bewahren soll und Sie im Ernstfall mit Hilfsangeboten auszustatten:

  • Installieren Sie ein professionelles AV Produkt. Eine Liste empfohlener Antiviren-Produkte finden Sie auf botfrei.de
  • Surfen Sie nicht mit einem administrativem Konto. Denn wenn Sie ohne Authentifizierung Programme installieren können, dann kann dies auch ein Schadprogramm.
  • Scannen Sie Ihren PC regelmässig mit einem “Second Opinion Scanner”, wie z.B. unseren DE-Cleanern, HitmanPro oder Malwarebytes. Vergessen Sie dabei nicht Ihre USB-Festplatten, USB-Sticks und MP3-Player
  • Halten Sie Ihre Software aktuell: Hierbei hilft Ihnen z.B. Secunia PSI.
  • Surfen Sie mit Mozilla’s FireFox? Dann greifen Sie auf Erweiterungen wie Noscript, Adblock und WOT zurück.
  • Nutzen Sie die “Windows Systemherstellung” und greifen Sie auf eine Imaging-Software zurück, beispielsweise Acronis True Image. Beachten Sie hierbei, dass die Imageabbilder Ihre Passwörter und persönlichen Daten enthalten. Hier empfehlen wir den Einsatz von verschlüsselten Festplatten. Testen Sie das Einspielen der von Ihnen erstellten Systemabbilder (“images”) nach einem festen Zeitplan.
  • Öffnen Sie Dateien nur von vertrauenswürdigen Quellen und wenn Sie diese erwarten. Dies gilt für Datei-Anhänge aus E-Mails genauso, wie für Downloads aus dem World Wide Web. Meiden Sie Streaming-Platformen!

Sollte es dennoch zu einer Infektion mit dem Kipo-Trojaner gekommen sein, hier eine Liste von Maßnahmen zur Bereinigung Ihres Systems:

  • Bewahren Sie Ruhe und zahlen Sie in keinem Falle den geforderten Betrag!
  • Das BSI empfiehlt darüber hinaus auch das Bild, welches den Kindesmissbrauch darstellt, nicht zu speichern –auch nicht zur Beweissicherung.
  • Folgen Sie der Anleitung in unseres Workshops, und scannen Sie Ihren Rechner mit einem aktualisierten Antivirenprogramm. Ein Komplettscan des PCs ist angeraten.
  • Ist die autmatisierte Säuberung nicht möglich, können Sie das System u.U. über die Windows Systemwiederherstellung in einen früheren Zustand zurückzusetzen. Gerne unterstützen wir Sie hierbei in unserem Support-Forum.

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