BKA Trojaner:
Spanische Polizei fasst Hintermänner

Am Mittwoch wurden in Spanien sechs Russen, zwei Ukrainer und zwei Georgier verhaftet, die mutmasslich an der Verbreitung und dem Betrieb des sogenannten BKA- oder GVU-Trojaners beteiligt waren und damit Millionen verdient haben sollen.

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Ein 27-jähriger Russe, der vermutliche Anführer der Bande und für die Technik des Trojaners Verantwortliche, ist bereits im Dezember in Dubai festgenommen worden; von den spanischen Behörden wurde unterdessen die Auslieferung beantragt.

Knapp 2 Jahre lang soll die Bande in 22 europäischen Ländern ihre Schadsoftware verteilt haben und damit mehrere Millionen Euro erpresst haben. Verschickt als eMail mit unverdächtig erscheinendem Anhang, welche die nichtsahnenden Opfer öffneten, oder als Schadcode in einer Webseite versteckt, infiziert der Schädling den PC der Opfer und zeigt auf diesem einen nicht wegklickbaren Sperrbildschirm an. Die Schadsoftware beschuldigt den Benutzer eines oder mehrerer Gesetzesverstöße, und zeigt dazu Logos bekannter Institutionen, wie dem Bundeskriminalamt / Bundespolizei (BKA), dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU), der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) oder Windows Notfall Sicherheits-Update Center bzw. der internationalen Pendants! Um den Computer zu entsperren, soll der Nutzer über anonyme Zahlungsmittel 100 Euro bezahlen.

Die Festnahme der elfköpfigen Gruppe wurde durch die länderübergreifende Zusammenarbeit der jeweiligen Behörden ermöglicht, welche offenbar vom Sicherheitsunternehmen Trend Micro unterstützt wurden. Bereits vor einem Jahr meldeten die Experten von Trend Micro, dass die Spuren des Trojaners nach Russland und in die Ukranie führen.

Es muss allerdings bezweifelt werden, dass die Gefahr mit diesem Schlag gebannt ist. Es gibt inzwischen vermutlich mehrere Banden, die dieses “Geschäftsmodell” aufgegriffen haben und mit solchen Trojanern Internetnutzer erpressen. Es empfiehlt sich also stets auf der Hut zu sein und unsere Sicherheitshinweise zu befolgen.
In unserem Forum finden Sie Expertenhilfe, wenn Ihr PC von Schadsoftware befallen ist.

8 thoughts on “BKA Trojaner:
Spanische Polizei fasst Hintermänner”

  1. Sehr geehrtes Anti-Botnet Team,
    mich würde es interessieren, welche Strafe Sie für diese Bande vorschlagen würden?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Arthur

  2. Es ist ja immerhin ein sehr guter Virus! Fantastische Software, welche über ein Jahr lang allen Windows Updates und Virenscannern zum Trotz ihren Weg auf unglaublich viele Computer gefunden hat. Es wäre ein Jammer, solch hochbegabte Programmierer in ein Gefängnis zu stecken. Viel eher gehören sie – als hochbezahlte Spezialisten! – in die Entwicklungsabteilungen von Microsoft und AntiVirus Software Herstellern, um den unfähigen Jungs dort allerhand nützliches beizubringen!

    1. Hallo Harry,

      der Schaden den die UKASH-Trojaner bereitet haben, sollte nicht unbestraft bleiben.

      Grüße,
      TB, ABBZ

  3. Hallo,

    gibt es Informationen um welche der zahlreichen Varianten es geht. ?

    Vom verlinkten Bild sind mir vier verschiedene Versionen bekannt ( von 2011 ), und die haben bis auf das Bild nichts gemeinsammes.

    Bei einer Variante ist der “Quäl-Code” in deutsch.

    Was ist denn mit den Trittbrettfahrern, die diese Masche ausgebaut haben. ?

    Die Dunkelziffer dürfte doch im Tausender-Bereich liegen.

    Achja, es gibt den Krempel ja als Baukasten.
    Click by Fun.

    Tschau

  4. Auch ich habe mir am 15 Feb. den BKA Trojaner auf den Rechner geholt. Hoffe Dank Eurer Hilfe & Norton das Biest losgeworden zusein,
    Es wird immer Leute geben die das Netz missbrauchen 🙁

  5. Hallo, Computer durch Trojaner gesperrt BKA 100,00€ sollten zur Freihschaltung bezahlt werden! Der Computerfirus wurde durch ein Jawa Download aufgespielt ! Hilfe gabs nicht! Eigenhilfe durch sofortige Trennung des Internets, abgesicherter Modus über F8 Software systemwiederherstung vor JAWA install Achtung Trojaner ist weiter versteckt im System. Softwarehilfe keine! Datensicherung und Festplatte formatieren hilft Dauerhaft! Keine Sicherheit dauerhaft auch durch Antivirenprogramm nicht garantiert ! Kostenpflichtige Programme nicht weiter anklicken!
    M.Lange

  6. Alles Quatsch!! Die Sch… geht weiter! Ganz wichtig: auf KEINEN Fall bezahlen! Der Virus ist auf dem PC und lässt sich wirklich NUR professionell entfernen! Eventuell mit Hitman.Pro. Bei mir hat nur eines funktioniert: alles Platt machen. Blöd wenn man keine Datensicherung hat. Also: IMMER sichern!

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