Google SafeBrowsing – täglich werden 9.500 neue Malware-Seiten gefunden

Wie Google auf seinem Online Security Blog veröffentlicht hat, ist das vor 5 Jahren gestartete Projekt “Google SafeBrowsing” ein echter Erfolg.

Das ambitioniertes Ziel des Google-Tools “Benutzer vor Malware-Seiten zu schützen” trägt Früchte: Täglich werden 9.500 neue Malware Seiten identifiziert, zwischen 12 und 14 Millionen Sicherheitswarnungen bei diversen Suchanfragen angezeigt und vor ungefähr 300.000 täglichen Downloads (bezogen auf Nutzer, die Google Chrome Browser verwenden) gewarnt.

Wohingegen anfangs der Schutz nur in der Google Suche gewährt werden konnte, sind mittlerweile neben diversen Browsern, auch Werbeanzeigen einbezogen, um dem Kampf des Suchmaschinen-Riesen zu unterstützen. Allerdings und das ist auch Google bewusst, legen sich die Malware-Entwickler nicht auf die faule Haut, sondern sind immer auf der Suche nach dem nächsten Exploit, um ihre Schadsoftware zu verteilen.

Um dieser Herausforderung weiterhin gerecht zu werden und hart gegen Webkriminalität vorgehen zu können, möchte Google nicht nur seine Systeme verbessern, sondern auch jeden einzelnen User mit einbeziehen und ähnlich wie wir es auch tun, Nutzern die Möglichkeit geben die verdächtige Seiten melden. Darüberhinaus soll eine sofortige Erkennung von Schadsoftware auch direkt über den “Google Chrome Browser” erfolgen. Ein simultanes Vorgehen ist für das mobile Betriebssystem Android geplant, da sich das Betriebssystem für Smartphones, das von Google entwickelt wurde, immer mehr verbreitet und somit auch immer öfter zur Zielscheibe für bösartige Software wird.

Zusätzlich versorgt Google die User noch mit einigen Ratschlägen, um eine Malware Infektion zu verhindern. So sollte eine Google Sicherheitswarnung auf keinen Fall ignoriert werden, denn auch vermeintlich seriös aussehende Webseiten können absichtlich oder durch Hacker infiziert sein.

Aus diesem Grund folgen auch noch drei weitere Tipps:

  • Registrieren Sie Ihre WebSeite bei https://www.initiative-s.de – dem kostenlosen Webseiten-Check des eco-Verbandes
  • Melden Sie sich bei den Google Webmaster Tools an. Denn dann erhalten Sie eine Meldung, wenn der Google-Crawler auf Ihrer Seite Malware gefunden hat.
  • Zusätzlich sollte jeder User ein aktuelles Antivirenprogramm auf seinem Rechner installiert haben. Antivirenprogramme, die kostenlose Freeware sind, lassen sich zum Beispiel schnell und sicher über das Usenet herunterladen.

Aber eines kann auch Google nicht ersetzen und das ist eine gute Portion Skepsis und ein wenig Bauchgefühl. Denn schon alleine damit würden sich viele Angriffe über Schadsoftware verhindern lassen.

Zum Autor dieses Gastbeitrags:

Michael Klein arbeitet bei UseNeXT – Europas führendem Usenet-Provider. Dort ist er als “Manager Online Cooperations” tätig. Seine Schwerpunktthemen sind Social Media Marketing und Suchmaschinenmarketing. Er nutzt aktiv Blogs, um über Usenet-relevante Themen zu schreiben. In seiner Freizeit spielt er gerne Fussball und geht joggen.

7 thoughts on “Google SafeBrowsing – täglich werden 9.500 neue Malware-Seiten gefunden”

    1. Hallo Chris,

      der Unterschied hierbei ist aber, dass die von Dir verlinkten Malware-Scanner Momentaufnahmen und “proaktives Zutun” benötigen. Der Service des eco-Verbandes checkt die Seite regelmäßig und informiert dann direkt den Seitenbetreiber über virösen Inhalt.

      Mit der Initiative-S wird dem Seitenbetreiber ein Monitoring-Angebot gegeben, was die o.g. so nicht darstellen.

      Grüße,
      TK, ABBZ

  1. Eine verdächtige Seite bei Google zu melden bewirkt keine Reaktion. Auch das Löschen über den Google Webmaster Tool , zu genüge versucht, bewirkt auch nichts. Alle Anträge wurden abgelehnt. Richtige URL-Adresse natürlich eingegeben. Ich denke, da es dort keine Kontrolle gibt, lediglich rein maschinell der Datenfluss bei Google abläuft, hat man keine Chance der Cyberkriminalität auch nur ansatzweise den gar auszumachen.

    1. Hallo User(in),

      sie können gerne verdächtige Internetseiten bei c-sirt.de eingeben, diese werden überprüft und es werden weiter Maßnahmen ergriffen.

      Grüße,
      TB, ABBZ

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