Fünf wichtige Sicherheitstipps für Android-Nutzer

Fünf wichtige Sicherheitstipps für Android-Nutzer

Mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets werden immer beliebter. Besonders starkes Wachstum verzeichnet Android, das mobile Operationssystem von Google. Laut den Angaben der IDC Worldwide Mobile Phone Tracker laufen 68,1% aller mobilen Geräten weltweit unter Android. Die Anzahl der Android-Nutzer hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Die steigende Anzahl neuer Nutzer, der ständig wachsende Markt für Android Apps und die Tatsache, dass die meisten Apps auf Android Market vor deren Einführung nicht geprüft werden, geben kriminellen Android-Developern die beste Gelegenheit, schädliche Software für Android zu verbreiten. Während iOS Developer im besten Fall nur noch 16,9% des Gesamtmarktes mit ihren neuen Apps erreichen, ist Android als klarer Marktführer ein deutlich attraktiveres Ziel für viele Hacker geworden.

Android zunehmend im Fadenkreuz der Hacker

Die meisten böswilligen Android Developer nutzen ihre Apps, um sensible Privatdaten der Nutzer auszuspionieren, Bestellungen durchzuführen oder sogar Geld abzubuchen. Während das Auftauchen von einzelnen Apps mit schadenden Funktionen in vielen App-Stores und selbst in Google Play keine Seltenheit mehr ist, berichten schon viele Experten von den ersten Android-Botnets. Solche Netzwerke ermöglichen den Android-Developern, mobile Geräte miteinander zu verknüpfen, um ihre bösartigen Apps effektiver zu verbreiten. Botnets eröffneten z.B. für manche Android-Developer die Möglichkeit, auf Yahoo-Accounts anderer Nutzer zuzugreifen und von dort aus Spam zu verschicken. Da die Zahl der bösartigen Android-Anwendungen seit Januar 2012 um mehr als 400% gestiegen ist, glauben viele Experten, dass bis Jahresende insgesamt mehr als 130.000 schädliche Apps für Android zu finden sind.

Was sollte man beachten, um das eigene Smartphone oder Tablet weitgehend von solchen Angriffen zu schützen? Die kurze Auflistung beschreibt die wichtigsten Einstellungen und Tipps, die das Android System schützen.

  1. Keine Apps rooten, die man nicht gut kennt. In den Standard-Einstellungen von Android werden alle Apps aus Sicherheitsgründen zuerst in einem isolierten Bereich, der sog. Sandbox, installiert. Böswillige Android Developer versuchen meistens ihre Apps zu rooten, um dann als Root Users die Kontrolle über das Android-Systems zu übernehmen. Viele Android Developer verpacken ihre schädliche Software in auf den ersten Blick harmlose Apps – so kann z.B. eine Taschenlampen-App GPS-Informationen über den Standort des Nutzers auslesen. Dafür muss jedoch eine Berechtigung abgefragt werden, die eine Zustimmung des Nutzers braucht. Apps, die direkt beim Installieren nach einem Root-Status fragen, sollten dementsprechend mit Sorgfalt behandelt werden. Am besten ist immer, sich vorab über den Inhalt und die Funktionen der App zu informieren und Berichte anderer Nutzer zu lesen.
  2. Apps nur noch vom offiziellen Google-Android-Markt – Google Play installieren. Das Deaktivieren der Option „unbekannter Herkunft“ in den Android-Einstellungen sorgt dafür, dass alle Apps nur noch von Google Play aufgeladen werden. Selbst dort sind immer wieder schädliche Applikationen zu finden, aber dieser App-Markt wird mit Virenscanner überwacht und bietet deutlich höhere Sicherheit für Android-Nutzer.
  3. Die Sicherheitsupdates für das Android System regelmäßig durchführen. Die Android Developer analysieren ständig das Netzwerk, um neue Angriffstechniken und Trends zu identifizieren, damit diese später bei den Android-Updates berücksichtigt werden.
  4. Vertraut bedeutet nicht unbedingt sicher. Das Kurznachrichtendienst SMS gab es schon viel früher als das Android Betriebssystem. Dieser klassischer Dienst bietet jedoch böswilligen Android Developern einen leichten Einstieg ins Betriebssystem, der dann meistens für das sogenannten Mobile Wallet Pickpocketing genutzt wird.
  5. Antivirus- und Sicherheitssoftware installieren. Die Antivisus-Software vieler Anbieter überprüft die App vor dem Installieren und kann bereits in der Datenbank erfasste schädliche Apps erfolgreich identifizieren und blockieren. Die Sicherheitssoftware sorgt zusätzlich dafür, private Daten vom mobilen Gerät aus der Ferne zu löschen, falls diese verloren gehen.

Zum Autor dieses Gastbeitrags:

Ivailo J. Stoev arbeitet im Bereich Online Marketing bei twago.de . twago ist Europas führende Projektplattform für Unternehmen und Freelancer.

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3 thoughts on “Fünf wichtige Sicherheitstipps für Android-Nutzer”

  1. Android Developer, Botnets, rooten, bzw. Roots, Root-Status, Mobile Wallet Pickpocketing…..was ist das denn alles???

    Leider verstehen viele normale Telefonbesitzer (auch Smartphonebesitzer genannt) diese und noch viele andere Fachausdrücke nicht. Leute, wir sind hier in Deutschland, warum könnt Ihr nicht so schreiben, dass auch Menschen ohne profunde Englischkenntnisse und/oder ein Studium in Informatik das verstehen können, was sie lesen??? Die Berichte sind wichtig und auch interessant, aber, wenn sie unverständlich sind, hilft das niemandem weiter. Man kann doch die deutsche Bedeutung dahinterschreiben, bzw. ein Glossar machen, wo alles erklärt wird. Der Leser verliert die Lust an einem Bericht, wenn er bei jedem, für ihn unverständlichen, Wort umständlich suchen muss, was es bedeuten könnte. Vermutlich merken die Verfasser gar nicht mehr, wie unverständlich das auf Laien wirkt. Es wäre nett, wenn man auch an die vielen Nichtkenner der Materie denken würde. Vielen Dank im voraus.

    MfG

    K. Albrecht

    1. Morgen Herr K.Albrecht,

      leider ist das Übersetzen gängiger Begriffe in Berichten nicht immer ganz einfach, wir werden uns dennoch bemühen durch Verlinkungen zu Begriffserklärungen und Erstellung eines Glossars verständlicher zu werden.

      Grüße,
      TB, ABBZ

  2. “Mobile Wallet Pickpocketing” , ein im obigen Artikel vorkommender Begriff,
    wäre zum Beispiel etwas, was Ihre Praktikanten (dahinter ins Deutsche übersetzt oder besser: kurz beschrieben) in Klammern setzen könnten.
    Ich jedenfalls verstehe vieles auch nicht…
    Mit freundlichen Grüssen
    Friedhelm Flick

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