Iron: Der perfekte Browser?

Ist Iron der perfekte Browser? In diesem Beitrag geben wir dazu Antworten und analysieren Faktoren wie Erweiterbarkeit und Anpassbarkeit des Browsers, welcher aus einem Open-Source Projekt entstanden ist. Der Ursprung des Iron Browser ist der Chrome Browser. Wie unschwer zu erkennen ist, hat Iron nicht nur das Aussehen von Chrome geerbt sondern auch die Funktionen. Welche wesentlichen Änderungen durch das Software-Unternehmen SRWare durchgeführt wurden, haben wir in diesem Artikel für Sie analysiert und zusammen gefasst.

Allgemein:

Im Iron Browser lassen sich wichtige Funktionen, die Ihre Privatsphäre beeinflussen und angehen, im Menü “Optionen” nach Ihren Wünschen einstellen.  Unter dem Schraubenschlüssel-Symbol  -> “Optionen” finden Sie alle Einstellmöglichkeiten (Abb.1). Diese sind in drei Kategorien unterteilt. Grundeinstellungen, Privates und Details (Abb.2). Unter Details lassen sich zusätzlich die Inhaltseinstellungen vornehmen wie z.B. wann und wie Cookies gespeichert werden dürfen. Unter Privates stellen Sie ein, ob Ihr Browser die von Ihnen gewählten Einstellungen synchronisieren soll. Dies bedeutet, dass wenn Sie Iron auf einem anderen Betriebssystem installieren, die Einstellungen wie z.B. besuchte Seiten oder installierte Erweiterungen direkt übernommen werden, ohne manuelle Konfiguration. Auch Passwörter und Lesezeichen können hierbei synchronisiert werden. Voraussetzung für die Nutzung des Dienstes ist ein Googlemail Konto, das kostenfrei erstellt werden muss, falls noch nicht vorhanden. Unter Grundeinstellungen bestimmen Sie die Startseite, die Standard Suchmaschine sowie die Einstellungen für die Statusleiste.

Abb.1

Abb.2

Privatsphäre:

Unter “Details” -> Datenschutz aktivieren Sie zuerst die Option “Phishing- und Malwareschutz” (Abb.3). Diese Option, auch genannt Safe Browsing-Technologie, warnt Sie vor betrügerischen Seiten und fragt Sie bei gefährlichen Seiten, ob Sie diese wirklich besuchen möchten. Phishing beschreibt gefälschte Webseiten, die aussehen wie die Original Webseiten von z.B. Unternehmen, auf denen Sie Login und Passwortangaben eingeben um sich einzuloggen oder andere private Daten eingeben. Die Betreiber der dem Original zum Verwechseln ähnlich aussehenden Seiten stehlen dann Ihre Daten und betreiben Missbrauch oder kaufen mit Ihren Daten im Internet ein. Malware ist eine schädliche Software, die auf Ihrem PC meistens unwissentlich installiert wird und Schaden anrichtet wie z.B. den Diebstahl und Missbrauch Ihrer persönlichen Daten.

Unter “Inhaltseinstellungen” können Sie Angaben machen wann und wie Cookies gespeichert werden dürfen, ob Bilder generell angezeigt werden sollen oder ob Javascript auf Webseiten zugelassen werden soll (Abb.4). Manche dieser Einstellungen können dazu führen, dass gewisse Seiten oder Funktionen einer Seite beschränkt sind. Die empfohlenen Einstellungen sind als Standardwerte bereits aktiviert. Ob und wie sich gewisse Einstellungen auf die Darstellung von Webseiten auswirken, sollten Sie vorher ausprobieren und ggf. beibehalten.

Abb.3

 

Abb.4

Inkognito-Modus:

So funktioniert dieser Modus: Nachdem Sie diesen Modus aktiviert haben, werden keinerlei private Daten, seien es Cookies einer Sitzung, der Verlauf der besuchten Webseiten oder Downloads im Download-Verlauf gespeichert. Cookies werden gelöscht sobald Sie das Inkognito-Fenster schließen. Lesezeichen oder allgemeine Einstellungen, die Sie an dem Browser vornehmen werden jedoch dauerhaft gespeichert.

Der Modus lässt sich durch das Schraubenschlüssel-Symbol -> “Neues Inkognito-Fenster” bzw. durch die Tastenkombination STRG-Umschalt-N öffnen (Abb.5). Sie erkennen das Inkognito-Fenster an dem Symbol rechts oben (Mac OS X) bzw. links oben unter Windows Betriebssystemen. Bitte beachten Sie, dass z.B. Ihr Arbeitgeber, die von Ihnen  aufgerufenen Seiten trotzdem sehen kann. Weiterhin können Webseiten trotz des Inkognito-Modus Informationen über Sie sammeln und so Ihr Surfverhalten analysieren. Auch bietet dieser Modus kein Schutz vor infizierten Webseiten, die Ihnen schädliche Software unterjubeln wollen.

Abb.5

Nützliche Erweiterungen:

Adblock:

Obwohl Iron bereits mit einem vordefinierten Werbeblocker ausgestattet  ist, so kann es nicht schaden die Erweiterung “Adblock” zusätzlich als Schutz zu installieren. Der Vorteil dieser Erweiterung ist, dass Sie die Möglichkeit haben, mehrere Filterlisten miteinander zu kombinieren. Diese werden dann automatisch aktualisiert. Um Erweiterungen zu installieren gehen Sie auf das Schraubenschlüssel-Symbol -> Tools -> Erweiterungen (Abb.6). Dann klicken Sie auf “Weitere Erweiterungen herunterladen”.  Wählen Sie auf der darauf folgenden Seite “Deutsch” als Sprache. Im nächsten Fenster geben Sie oben rechts in das Suchfeld “Adblock” ein und wählen das erste Ergebnis aus (Abb.7).

Abb.6

Abb.7

 

Flash:

Flashinhalte auf Webseiten werden immer beliebter, insbesondere bei Menüs, Werbung und Banner, die animierte Inhalte zeigen sollen. Deshalb empfehlen wir diese erst gar nicht laden zu lassen (Abb.8). Die Erweiterung “Flashblock” blockt diese Inhalte und ersetzt sie mit einem Platzhalter, sodass der Inhalt zuerst nicht angezeigt wird und stattdessen mit einem Klick aktiviert werden muss. So hat der Benutzer die Möglichkeit, nur die Inhalte anzeigen und laden zu lassen, die auch erwünscht sind. Zu beachten ist hier, dass Flashblock natürlich keinen Schutz gegen die Inhalte der Banner oder versteckte schädliche Programmteile sein kann. Es ist lediglich ein Werkzeug, der besonders bei schwächeren PCs / Notebooks oder bei einer etwas langsameren Internetbandbreite empfehlenswert ist. Denn auch das Laden eines Banners oder eines Seiteninhalts in Flash kann die CPU relativ stark beanspruchen. Weiterhin ist zu beachten, dass manche Seiten nahezu komplett mit Hilfe der Flashtechnologie programmiert wurden, so dass es sein kann, dass manche Seiten nicht korrekt angezeigt werden.

Abb.8

Taskmanager:

Iron hat einen integrierten Prozessmanager, der Ihnen die geöffneten Tabs sowie die laufenden Erweiterungen anzeigt. Weitere nützliche Angaben sind die Prozessorauslastung, die Speichernutzung der einzelnen Einträge sowie die benutzte Bandbreite pro Tab/Erweiterung. Unter Windows ist die Option hier zu finden: Schraubenschlüssel-Symbol- > Tools -> Taskmanager. Unter Mac OS X unter: Schraubenschlüssel-Symbol -> Hintergrundinformationen anzeigen (Abb.9).

Abb.9

Fazit:

Iron macht alles richtig. Die Menüführung ist klar strukturiert und für Laien leicht konfigurierbar. Die Auswahl an zahlreichen und nützlichen Erweiterung ist sehr gut und lässt kaum Wünsche offen. Wie auch andere Browser werden neue Tabs in einzelne Prozesse ausgelagert, das wenn ein Tab Schwierigkeiten macht nicht gleich der ganze Browser hängt oder sogar geschlossen werden muss sondern nur der entsprechende Prozess beendet werden muss (z.B. über den internen Taskmanager oder über den Windows Taskmanager). Ein weiteres Plus ist die interne Synchronisationsfunktion verbunden mit einem Googlemail-Konto. Einstellungen, Erweiterungen und Lesezeichen müssen nicht mehr lokal gespeichert werden sondern liegen in der Cloud. Dies bedeutet, dass Ihre Browser-Daten von überall abrufbar sind. Natürlich gibt es auch diese Funktion z.B. beim Firefox oder Opera, dieser Komfort muss aber meißt umständlich über zusätzliche Plugins oder unzuverlässige Dienste in Kauf genommen werden. Insgesamt macht Iron einen runden und schlanken Eindruck und vermittelt eine solide Grundlage für ein entspanntes Surfen. Besonders Benutzer mit Netbooks oder PCs mit schwacher Hardware werden ihre Freude an der geringen Hardwareauslastung haben.

Download Iron Browser

Diskutieren Sie mit uns in unserem Forum. Welchen Browser benutzen Sie und welche Erfahrung haben Sie mir Iron / Chrome gemacht?