E-Mail: Mit Verstand prüfen, dann klicken

Begriff Spam von Wikipedia:

“Als Spam [spæm] oder Junk (englisch für ‚Abfall‘ oder ‚Plunder‘) werden unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und häufig werbenden Inhalt haben”

 

 

 

 

 

Wen hat das noch nicht gestört: Jeden Tag werden unsere Postfächer von unerwünschten Werbe – Mails (Spams) überflutet .
Das Ärgerliche daran ist, dass man häufig in der ganzen Spamflut die persönlichen E-Mails übersieht und evtl. sogar löscht. Hinzu kommen noch die “bösen” Spammails, die mit Viren oder anderen Schadprogrammen infiziert sind. Bis heute liegt der Anteil der unerwünschten Spammails bei 70 bis 90 Prozent.[1]

Wie kommen die Spammer an die E-Mail Adressen?

Entweder werden die E-Mail-Adressen zufällig oder systematisch mit diversen Programmen generiert oder Internetseiten werden von Suchmaschinen gescannt. Alles, was dem Muster von E-Mail Adressen entspricht, wird gefiltert und in Datenbanken gespeichert. Diese Adressen werden dann vermietet oder verkauft.
Darüber hinaus gibt es noch den Weg über infizierte Spammails, deren Anhang mit Malware bzw. mit Viren infiziert ist. Diese E-Mails können Sie auffordern auf einen Link zu klicken, der Sie dann auf eine Internetseite führt, wo eventuell automatisch Schadsoftware auf den Rechner geladen wird.
Dieses Schadprogramm versucht im schlimmsten Fall, den Rechner zu übernehmen. Es werden, unbemerkt vom Benutzer, an alle Kontakte in Ihrem Adressbuch des E-Mail Programms unzählige Emails versendet. Auf diese Weise verbreiten sich die infizierten Emails entsprechend dem Schneeballprinzip. Das erklärt dann auch, dass Sie Spammails von bekannten E-Mail-Adressen erhalten.

Lohnt sich das Spammen?

In der Werbung:
Auch wenn die Werbemaßnahmen den User selten erreicht und kaum Erträge damit erzielt werden, rechnet sich das Spammen im Bereich der Werbung. Denn das Versenden von Millionen von Spam-Mails, also Erreichen einer breiten Masse, ist mit  sehr geringem Aufwand bzw. Kosten verbunden. Diese Form der Werbung können sich seriöse Firmen aus Imagegründen sicherlich nicht leisten.

Für die Cyberkriminellen:
Im Vordergrund der Cyberkriminellen steht mit solchen Aktionen u.a. das Ausspähen persönlicher Daten, Passwörter und Kreditkartennummern, – weniger die Zerstörung der Systeme.

Aus aktuellem Anlass:

In letzter Zeit werden verhäuft Spammails mit dem Absender ihres Geldinstituts versendet.
Wir vom ABBZ machen Sie darauf aufmerksam, dass keine Bank oder Geldinstitut jemals von Ihnen vertrauliche Informationen wie PIN, TANs oder sonstige Zugangsdaten per E-Mail anfragt bzw. Verlinkungen und Anhänge versenden, die Sie auf bankähnliche Seiten weiterleiten, um dort diese Angaben zu machen.
Fragen Sie im Zweifel immer bei der Bank nach!

“Die Spam- und  Malwareversender machen in der Regel keine Pause und greifen immer wieder tagesaktuelle Themen auf, um mit verlockenden Angeboten den Benutzer zu veranlassen, unbekannte Anhänge bzw. Links in den E-Mails anzuklicken.”

Wie beuge ich gegen Spammails vor:

  • Achten Sie darauf, dass eine Anti-Viren Software installiert und diese aktuell und aktiv ist.
  • Auf Ihrem Betriebssystem sollten die aktuellsten Service Packs und Sicherheitsupdates installiert sein.
  • Programme, die Sie benutzen, sollten stets auf dem aktuellsten Stand gehalten werden.
  • Aktivieren Sie den Anti-Spam Filter Ihrer Sicherheitslösung. Dieser sortiert Spammails sofort aus.
  • Emails von unbekannten Absendern sind mit Vorsicht zu genießen bzw. direkt zu löschen. Fragen Sie im Zweifel telefonisch beim Absender nach oder recherchieren Sie im Internet!
  • Geben Sie nur mit Bedacht Ihre persönlichen Daten im Internet Preis.
  • Überprüfen Sie E-Mail Anhänge vor dem Öffnen mit einem Anti-Virus Programm.

Kann ich mich gegen Spammails wehren?

  • Grundsätzlich sind Spammails rechtswidrig, sie verursachen Ärger und Kosten.
  • Werden Sie mit unverlangten Werbemails belästigt, liegt eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts vor. Werden Unternehmen mit unverlangten Werbeemails belästigt, handelt es sich um einen Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb.
  • User können sich beim eco-Verband (http://www.internet-beschwerdestelle.de/) beschweren.

Weiterführender Informationen :  

Wikipedia
Antispam

 

Tool:
Spamhilator

[1] Viruslist.com 

1 thought on “E-Mail: Mit Verstand prüfen, dann klicken”

  1. Hallo,

    schöner Artikel! Was ich persönlich sehr wichtig finde: Jeder kann bei der Spam-Bekämpfung mithelfen. Man muss sich nur an der Richtigen Stelle darüber beschweren. Das hilft Blacklistenbetreibern, Herstellern von Spamfiltern und Providern die “bösen” zu erkennen, damit dieser Ihre E-Mails gar nicht mehr loswerden.

    Passend zu diesem Thema haben auch wir letzten Monat einen Blog-Artikel Wo kommt der ganze Spam her? veröffentlicht. Dabei geht es darum zu erkennen, ob bestimmte Portale Adressen weitergeben. Nicht jeder Spam geht nämlich an eine generierte Adressliste.

    Den Tipp mit der Internet-Beschwerdestelle werden wir dort auch noch aufnehmen.

    Wenn man seine E-Mails mit dieser Methode einmal eine Weile beobachtet wird mach mit erschrecken feststellen, wie manche Anbieter mit unseren Daten umgeht.

    Viele Grüße,
    Matthias

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