Wie in vorangehenden Bericht beschrieben, ist Experten Anfang Juni ein großer Schlag gegen das Botnetz “GameOver Zeus” geldungen und damit u.a. die weitere Verbreitung des Verschlüsselungs-Trojaner “Cryptolocker” eingedämmt worden. So werden wir in diesen Tagen wieder von einem neuen Verschlüsselungs-Trojaner mit dem Namen “Zerolocker” heimgesucht. Nach Angaben von Experten gelangt diese Ransomware über gefälschte Java-Installationsprogramme auf unsere Systeme.

Bildschirmfoto 2014-08-18 um 08.31.21

Sperrbildschirm mit Lösegeldforderung

Über manipulierte Internetseiten erscheinen dem Anwender diverse Pop-Ups, Anwendungen von Drittanbietern oder Banner und fordern den Benutzer zu dringend benötigten Download von “Java-Updates” auf. Diese vermeintlichen benötigten Updates oder Programme sehen den originalen Anwendungen täuschend ähnlich. Wurde so eine vermeintliche Anwendung geladen und ausgeführt, werden wie auch beim Cryptolocker, alle Dateien auf dem Computer verschlüsselt und das Arbeiten am Desktop mit Warnung und üblicher Lösegeldforderung gesperrt.
Zudem wird das Opfer zeitlich unter Druck gesetzt,je länger mit der Bezahlung gewartet wird, desto höher wird die Höhe des Lösegeldes. Bei direkter Zahlung wird ein Lösegeld von 300 USD, nach Ablauf von fünf Tagen 600 USD und nach 10 Tagen sogar 1000 USD fällig und soll in Form von Bitcoins entrichtet werden. Wie immer sollen nach Bezahlung des Lösegeldes die Dateien von der Verschlüsselung wieder freigegeben werden. Dazu gibt es allerdings keine Garantien bzw. keine bestätigten Erfahrungswerte. Die Cyberkriminellen wollen in erster Linie nur an Ihr Geld!
Versuchen Sie nicht selber den Zerolocker vom System zu entfernen, die Beseitigung bzw. Entschlüsselung der Dateien ist in der Regel sehr anspruchsvoll, wenn gar zur Zeit unmöglich. Befragen Sie dazu unsere Experten in unserem kostenfreien Forum>>
Wie kann ich meinen Rechner vor dem Zerolocker-Trojaner schützen?

  1. Schützen Sie Ihren Computer vor einer Infektion, indem sie das System immerup-to-date” halten! Spielen Sie zeitnah Anti-Viren- und Sicherheits-Patches ein. Seien Sie kritisch beim Öffnen von unbekannten E-Mails. Klicken Sie nicht auf integrierte Links, bzw. öffnen Sie niemals deren Anhänge.
  2. Arbeiten Sie immer noch am Computer mit Admin-Rechten? Ändern Sie die Berechtigungen beim täglichen Arbeiten auf ein Mindestmaß und richten Sie die Benutzerkontensteuerung (UAC) für ausführbare Programme ein.
  3. Machen Sie regelmäßig Backups von ihren wichtigen Daten und bewahren Sie diese getrennt vom Rechner auf. Im Infektionsfall sollten Sie diese immer griffbereit haben.
  4. Verwenden Sie unbedingt eine professionelle Anti-Viren-Software, auch auf einem Mac!
  5. Ob Ihr Browser aktuell ist, oder Sie schon Teil eines Botnetzes sind erfahren Sie hier: Kostenloser Online-Check>>
  6. Nehmen Sie an der Cyber-Impfung teil. Diese Software unterstützt Ihr bestehendes Anti-Virus-Programm. Dieser Impfstoff agiert wie eine Alarm-Anlage und warnt Sie umgehend, falls verdächtige Aktivitäten oder Änderungen in der Registry entdeckt werden.

Anmerkung:

Kommen Sie der Zahlungsauforderung nicht nach! Es wird dringend empfohlen die verschlüsselten Dateien nicht zu verändern! Weiterhin sollten Sie nicht den Hostnamen des PCs wechseln.