Mobil ins Web – sicher surfen mit dem Tab

Spätestens seit Erfindung des Tablets ist das Internet wirklich mobil geworden.  War produktives Arbeiten auf früheren Geräten kaum möglich, so eröffnen sich mit Handys von bis zu 5 Zoll Bildschirmdiagonale oder gar mit Tablets völlig neue Möglichkeiten. Entertainment am Strand, surfen auf dem Weg zur Arbeit oder im Kaffee – die Möglichkeiten, welche sich durch die neuen Geräte ergeben, sind vielfaltig.

Mobilität auch unterwegs

Mobilität auch unterwegs

Allerdings birgt diese neue Mobilität auch eine Reihe von Gefahren, sei es im Internet durch infizierte Webseiten oder durch schädliche Software, oder – ganz altmodisch – durch die Möglichkeit des Diebstahls des eigenen Gerätes.
Besonders offene WLAN Zugänge laden zum kostenfreien surfen ein, doch lauert hier ständig die Gefahr des Diebstahls persönlicher Daten oder der Infektion des Gerätes mit Schadsoftware. Jeder Teilnehmer im offenen WiFi kann potentiell gefährlich sein und versuchen Ihre Verbindung zu belauschen oder mitzuschneiden, auch wenn diese verschlüsselt ist.

Wir möchten Ihnen hier einige Tips geben, wie Sie Ihr mobiles Gerät sichern können:

  1. Täglich steigt die Anzahl der für Android geschriebenen Schadprogramme an. Halten Sie Ihr Gerät sicher. Mit Hilfe von Antivirenprogrammen schützen Sie Ihr mobiles Gerät genauso, wie Sie Ihren PC zuhause absichern. Zahlreiche Hersteller bieten kostenlose Antivirenlösungen für Android Geräte an, viele auch mit weiteren nützlichen Zusatzfunktionen. So ist es möglich das Gerät im Falle eines Diebstahls orten zu können oder auch das Gerät zu löschen und so persönliche Daten und Informationen im Falle eines Diebstahles zu schützen. Selbstverständlich sollten Sie Ihr Gerät durch einen PIN oder Zugangscode schützen – alternativ durch eine Gesichtserkennung mit Kamera.

    Geben Sie für Ihr Gerät eine Pin ein oder sichern Sie es durch Slide bzw. Gesichtserkennung

    Geben Sie für Ihr Gerät eine Pin ein oder sichern Sie es durch ein Muster bzw. Gesichtserkennung

  2. Spielen Sie Updates ein. Was für Windows zuhause gilt, gilt genauso für Android. Stellt Ihr Hersteller Updates bereit, so installieren Sie diese zeitnah, oder besser noch – lassen Sie dies automatisch geschehen. Auch die installierten Apps sollten auf dem neuesten Stand gehalten werden. So vermeiden sie, dass ein potentieller Angreifer alte, bekannte Sicherheitslücken ausnutzen kann.
  3. Installieren Sie Apps nur aus sicheren Quellen, wie dem iOS App Store, dem Amazon Store oder Google Play. Das Risiko bei alternativen Stores auf mit Schadsoftware verseuchte Apps zu treffen ist erheblich größer, als bei den streng überwachten offiziellen Quellen. Überlegen Sie  welche Rechte Ihre Apps anfordern. Eventuell gibt es ein Konkurrenzprodukt mit gleichem Funktionsumfang, welches nicht Zugriff auf Ihre Kontakte, den Telefonstatus, Ihre Standortdaten etc. haben möchte. Sichern Sie den Shop durch eine zusätzliche Pin, um zu vermeiden, dass z.B. Ihr Kind aus Versehen einen Kauf tätigt.

    Sicehrn Sie auch den Google Play Store durch eine PIN ab.

    Sichern Sie auch den Google Play Store durch eine PIN ab.

  4. Benutzen Sie wenn möglich die 3G Verbindung Ihres Gerätes, anstelle eines eventuell verfügbaren offenen Hotspots, um sicher zu surfen. Eine 3G/4G Verbindung wird exklusiv zwischen Ihrem Gerät und Ihrem Provider geöffnet, die beteiligten Geräte in einem offenen WiFi Spot sind von Ihnen nicht zu überschauen.
  5. Sofern Sie öffentliche WLans benutzen, überlegen Sie Sich, ob sie dann nicht über ein VPN ( Virtual Private Network ) surfen möchten. Es gibt inzwischen ausgereifte und kostengünstige VPN Lösungen welche man als App installieren und nutzen kann. Ein VPN bietet einen sicheren Weg, über ein offenes WiFi im Netz zu surfen, ohne seine persönlichen Daten zu gefährden. Auch kann ein VPN noch weitere nützliche Zusatzfunktionen bieten, remote Access zum heimischen Desktop oder einfacher Datenaustausch zwischen dem heimischen Netzwerk und dem Netwerk / mobilen Gerät auf der Arbeit bzw. unterwegs. Auch besteht mittlerweile die Möglichkeit, sich zuhause auf dem Router oder auf kostengünstigen Zusatzgeräten selbst ein eigenes VPN oder eine eigene kleine Cloud aufzusetzen und dieses mobil zu nutzen.
  6. Achten Sie darauf, dass Ihr Mailverkehr während der ganzen Sitzung veschlüsselt ist, d.h. wenn Sie ein Mailprogramm bzw. eine Mail-App benutzen so aktivieren Sie SSL für den Posteingangs- und TLS für den Postausgangsserver. Achten Sie darauf, dass sich hierbei die Ports automatisch von 143 in 993 (IMAP) oder von 110 in 995 (POP) ändern. Der Postausgangsserver ist dann anstelle von Port 25 auf Port 465 zu erreichen. Manche Server nutzen in einigen Fällen hierfür auch Port 587. Um sicher zu gehen, sollten Sie Ihren Provider nach den Einstellungen fragen oder auf dessen Hilfeseiten nachschlagen. Meist sind die Mailservereinstellungen im Hilfebereich beschrieben. Fragen Sie Ihre eMail über ein Webmail Interface ab, so achten Sie darauf, dass dies über eine „https“-Verbindung geschieht, die auch für die komplette Sitzung bestehen bleibt, damit kein Aussenstehender Ihre Mails- oder Logindaten im Klartext mitlesen kann.

Es ist inzwischen sehr einfach geworden, mobil und trotzdem erreichbar zu sein. Tablets und Handys ermöglichen es uns, vernetzt zu bleiben und quasi von überall Zugang zum Internet zu haben. Aber seien Sie auf der Hut ! Befolgen Sie unsere Tips und sichern Sie Ihr Tablet ab.

6 Kommentare zu “Mobil ins Web – sicher surfen mit dem Tab

  1. Die Tipps sind auch heute noch aktuell- vielleicht aktueller, denn je…. Die Zahl der mobilen Geräte nimmt ständig zu. Leider weiss ich, das viel zu viele Nutzer mobiler Endgeräte ohne irgendeine Sicherheit im Netz unterwegs sind. Hier wird auf Virenschutzsoftware verzichtet, nach dem Motto: „Mir wird schon nichts passieren“. Dann sind die Handys oft noch unverschlüsselt und nicht passwortgeschützt. Das sind dann natürlich die Leute, die einem von einem unsicheren Internet erzählen wollen. Nein, ich denke nicht, das Internet (sowohl zu Hause, als auch unterwegs) ist unsicher, der grösste Unsicherheitsfaktor ist der Bediener. Einmal andersrum gesagt, es lässt ja auch niemand die Haustür offenstehen, wenn man das Haus verlässt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>